Peruanischer Nackthund
Wachsamer Eigenbrötler mit empfindlicher Haut
auch bekannt als Viringo, Perro Calato, Perro sin Pelo del Perú, Peruvian Hairless Dog

Zucht-Hinweis
Das dominante Haarlosigkeits-Gen ist ursächlich mit einem meist unvollständigen Gebiss gekoppelt und in doppelter Ausprägung embryonal letal. Interessenten sollten beim Züchter auf Zahnstatus und Hautgesundheit der Elterntiere achten und wissen, dass die Haut ganzjährig zusätzliche Pflege braucht. Das dominant vererbte, homozygot embryonal letale Haarlosigkeits-Gen und das gekoppelte unvollständige Gebiss betreffen die Zucht der unbehaarten Varietät strukturell.
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 51 bis 65 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 12 bis 30 kg
- Lebenserwartung
- etwa 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 12 Welpen
- Fell
- Nackthund (haarlos), selten auch vollständig behaarte Varietät derselben Rasse, Statt Fellpflege braucht die Haut regelmäßige Pflege: Sonnenschutzcreme bei Sonne, ein Mantel bei Kälte und Nässe sowie milde Pflegecreme gegen trockene Haut.
- Herkunft
- Peru
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 310
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5, Tendenzwert)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart kaum (1 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Peruanischer Nackthund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Die unbehaarte Haut braucht im Sommer Sonnenschutzcreme und bei Kälte oder Nässe einen Hundemantel, ohne diese Ausstattung ist die Rasse für sehr kühle oder regnerische Regionen kaum geeignet.
- Viele Tiere kommen mit einem unvollständigen Gebiss zur Welt, deshalb gehört eine tierärztliche Zahnkontrolle in den ersten Lebensmonaten und danach regelmäßig zur Grundversorgung.
- Da die Rasse Fremden gegenüber eher zurückhaltend reagiert, ist frühe, konsequente Sozialisation mit unterschiedlichen Menschen und Alltagssituationen wichtig.
- Bei der Zuchtwahl lohnt sich ein Blick auf die Elterntiere: Zwei haarlose Hunde miteinander zu verpaaren, birgt genetische Risiken, seriöse Zuchtstätten kombinieren daher meist haarlose mit behaarten Elterntieren.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Unvollständiges Gebiss mit fehlenden Zähnen, gekoppelt an das Haarlosigkeits-Gen
- Empfindliche, unbehaarte Haut mit erhöhtem Risiko für Sonnenbrand, Akne und Hautreizungen
- Homozygote Ausprägung des Haarlosigkeits-Gens gilt als embryonal letal, Würfe stammen daher meist aus Verpaarungen von haarlosen mit behaarten Elterntieren
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Peruanischer Nackthund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
Eine Rasse, mehrere Größen
Diese Hunde sind Größenvarietäten derselben Rasse (FCI-Standard Nr. 310). Gleicher Standard, eigener Alltag: Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe und damit in Platzbedarf, Kraft und Handling.
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