Basenji
Katzenhafter Freigeist, der nicht bellt
auch bekannt als Kongo-Terrier, Buschhund
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 40 bis 43 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 9,5 bis 11 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 65 Welpen
- Fell
- Kurzhaar, Kurz, fein und glänzend, wöchentliches Abstreifen genügt, dafür ist die Rasse kälteempfindlich und gehört bei Frost nicht nach draußen.
- Herkunft
- Demokratische Republik Kongo
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 43
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr selten (1 von 5)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Basenji im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Ein sicher eingezäunter Garten und Leine an unübersichtlichen Wegen sind Pflicht, der ausgeprägte Jagdtrieb lässt Basenjis Kleintieren und Wild oft ungebremst folgen.
- Für Anfängerhaushalte eher ungeeignet, die Erziehung braucht Konsequenz, Abwechslung und Geduld statt reiner Kommandotreue.
- Das kurze Fell ist pflegeleicht, dafür ist die Rasse kälteempfindlich, bei Frost und Nässe braucht sie eine Jacke oder bleibt drinnen.
- Vor dem Kauf beim Züchter Gentests auf das Fanconi Syndrom sowie eine Augenuntersuchung auf progressive Retinaatrophie verlangen.
- Tägliche Auslastung mit Bewegung und Kopfarbeit ist wichtig, bei Unterforderung neigt die Rasse zu Zerstörungswut oder Ausbruchsversuchen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Fanconi Syndrom: erblicher Nierentubulusdefekt mit Glukose und Elektrolytverlust im Urin, tritt meist ab dem vierten bis achten Lebensjahr auf, per Gentest vorab prüfbar.
- Progressive Retinaatrophie (PRA): erbliche, fortschreitende Netzhauterkrankung, die zur Erblindung führen kann, ebenfalls gentestbar.
- Persistente Pupillarmembran (PPM): angeborene Reste embryonaler Blutgefäße in der Iris, die je nach Ausprägung die Sicht beeinträchtigen können.
- Laut britischer Rassehunde-Gesundheitsstudie zählen Nierenerkrankungen wie das Fanconi Syndrom neben Krebs und Alter zu den häufigeren Todesursachen der Rasse.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Basenji hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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