Amerikanischer Akita
Würdevoller Wächter mit ruhigem Eigensinn
auch bekannt als American Akita, Great Japanese Dog
Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 61 bis 71 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 32 bis 55 kgGrober Richtwert, die Datenlage ist hier dünn.
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 61 Welpen
- Fell
- Stockhaar, dicht mit üppiger Unterwolle, Außerhalb des Fellwechsels reicht gelegentliches Bürsten, in den zwei Fellwechselphasen im Jahr ist tägliches Bürsten über mehrere Wochen nötig.
- Herkunft
- Vereinigte Staaten
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 344
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart sehr stark (5 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Amerikanischer Akita im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Für die Sozialisierung mit anderen Hunden plane von Welpenbeinen an regelmäßige, begleitete Kontakte ein: Der FCI Standard nennt Unverträglichkeit gegenüber dem gleichen Geschlecht ausdrücklich als rassetypisch.
- Rechne mit Fellpflege von wenigen Minuten pro Woche außerhalb des Fellwechsels, in den zwei Wechselperioden im Jahr aber mit täglichem Bürsten über mehrere Wochen und entsprechend mehr Haaren in der Wohnung.
- Achte beim Züchter auf HD-Röntgenergebnisse der Elterntiere und auf eine Zuchtlinie ohne gehäufte Fälle von Autoimmunerkrankungen der Haut in der Ahnentafel.
- Da Magendrehung bei tiefbrüstigen Rassen wie dem Amerikanischen Akita ein akutes Risiko ist, informiere dich vorab über die nächste tierärztliche Notfallklinik und über Fütterungsstrategien, die das Risiko senken, etwa mehrere kleine Mahlzeiten und Ruhe nach dem Fressen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftdysplasie (HD) ist in der Rasse dokumentiert und sollte durch Röntgenbefunde der Elterntiere abgesichert werden
- Autoimmune Hauterkrankungen wie Sebadenitis und Pemphigus foliaceus kommen in der Rasse überdurchschnittlich häufig vor
- Als tiefbrüstige, großrahmige Rasse besteht ein erhöhtes Risiko für Magendrehung (Gastric Dilatation Volvulus), einen akuten, lebensbedrohlichen Notfall
- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) ist für die Rasse beschrieben
- Erbliche Augenerkrankungen wie progressive Retinaatrophie und primäres Glaukom sind in der Rasse dokumentiert
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Amerikanischer Akita hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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