Akita
Stiller Würdenträger, loyal und eigenständig
auch bekannt als Akita Inu
Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 58 bis 70 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 25 bis 45 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 110 Welpen
- Fell
- Stockhaar
- Herkunft
- Japan
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 255
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- eher ruhig (2 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt meist gut einige Stunden allein (4 von 5)
- Bellfreude
- bellt sehr selten (1 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart sehr stark (5 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Akita im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum: im Schnitt mindestens 1 bis 1,5 Stunden aktive Bewegung täglich plus ein abwechslungsreiches Beschäftigungsprofil (z. B. Fährtenarbeit, Obedience). Reine Kurzspaziergänge reichen laut VDH-Rasseporträt nicht, sonst drohen Verhaltensauffälligkeiten.
- Alleinbleiben nur langsam und in kleinen Schritten aufbauen: Durch die enge Bindung an die Bezugspersonen und den ausgeprägten Wachtrieb ist nicht davon auszugehen, dass ein Akita lange Abwesenheiten von Anfang an gelassen erträgt.
- Fellwechsel zweimal jährlich mit deutlich erhöhtem Pflegeaufwand (dann täglich bürsten und entsprechend mehr Haare in der Wohnung), außerhalb dieser Phasen gilt das Fell als vergleichsweise pflegeleicht.
- Frühe, konsequente Sozialisierung mit anderen Hunden ist wichtig, da der Akita gegenüber Artgenossen, besonders gleichgeschlechtlichen, zu Distanz und Konfliktbereitschaft neigen kann. Hundebegegnungen sollten von Anfang an begleitet werden.
- Rassetypische Gesundheitsthemen wie autoimmune Hauterkrankungen (Sebadenitis, Pemphigus foliaceus) und Gelenkprobleme sollten beim Züchter erfragt und im Hundeleben tierärztlich im Blick behalten werden, was sich auch in den Tierarztkosten niederschlagen kann.
- Kein Hund für die erste eigene Hundehaltung: VDH und Rasseclub betonen übereinstimmend, dass Erziehung Konsequenz und Verständnis für das eigenständige Wesen der Rasse braucht.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Sebadenitis (autoimmune Talgdrüsenentzündung) ist bei nordischen Rassen wie dem Akita überdurchschnittlich häufig dokumentiert
- Autoimmune Hauterkrankungen wie Pemphigus foliaceus kommen in der Rasse vor
- Ein Immunglobulin-A-Mangel ist für die Rasse in der veterinärgenetischen Literatur beschrieben und kann die Infektanfälligkeit erhöhen
- Osteochondrose (eine Gelenkknorpel-Erkrankung) ist rassebezogen dokumentiert
- Eine Prädisposition für Hämangiosarkom (bösartiger Gefäßtumor) ist für die Rasse beschrieben
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Akita hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Die verfügbaren Angaben stammen von 2017 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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