Westsibirischer Laika
Eigenständiger Jäger mit wachem Kopf
auch bekannt als West Siberian Laika, Zapadno-Sibirskaïa Laïka


Steckbrief
- Größe
- groß (L), 51 bis 62 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 16 bis 23 kg
- Lebenserwartung
- typisch 11 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 28 Welpen
- Fell
- Stockhaar, Dichtes Deckhaar mit üppiger Unterwolle, das im saisonalen Fellwechsel sehr stark haart und dann fast täglich gebürstet werden sollte. Außerhalb des Fellwechsels reicht wöchentliches Bürsten.
- Herkunft
- Russland
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 306
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Westsibirischer Laika im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Nur für erfahrene Halter mit jagdlichem oder vergleichbar intensivem Auslastungsprogramm geeignet, mehrere Stunden Bewegung und Beschäftigung täglich einplanen.
- Vor der Anschaffung klären, ob ein Import aus Russland oder Osteuropa nötig ist: Reisebestimmungen, Gesundheitschecks der Elterntiere und Wartezeiten realistisch einkalkulieren.
- Katzen oder Kleintiere im Haushalt nur nach sorgfältigem, begleitetem Kennenlernen in Betracht ziehen, der Jagdtrieb ist rassetypisch sehr stark ausgeprägt.
- Im saisonalen Fellwechsel mehrmals wöchentlich bürsten, sonst reicht eine wöchentliche Fellpflege.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Der Standard beschreibt eine tiefe, bis zum Ellenbogen reichende Brust, bei großen Rassen ein bekannter Risikofaktor für Magendrehung. Das ist eine strukturell begründete Tendenzaussage, kein rassespezifisch belegter Befund.
- Die hoch angesetzten Stehohren gelten allgemein als seltener von Ohrentzündungen betroffen als Hängeohren, belastbare rassespezifische Studien dazu fehlen jedoch.
- Als aus funktionaler russischer Jagdzucht mit vergleichsweise breiter genetischer Basis hervorgegangene Rasse gelten dokumentierte Erbkrankheiten laut vorliegender Quellenlage als selten, für Deutschland liegen dazu jedoch keine belastbaren Studien vor.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Westsibirischer Laika hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Die verfügbaren Angaben stammen von 2018 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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