Zum Inhalt springen
Lele

Skye Terrier

Würdevoller Einzelgänger mit langem Fell und eigenem Kopf

auch bekannt als Scotch Terrier

klein (S)Großbritannien
Kopfporträt eines Skye Terrier mit langem, grauem Fell, das das Gesicht bedeckt.
Skye Terrier im PorträtFoto: Pleple2000 · CC BY-SA 3.0

Steckbrief

Größe
klein (S), 25 bis 26 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 12 bis 18 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 16 Welpen
Fell
Hartes, glatt anliegendes Langhaar mit weicher, wolliger Unterwolle, Mehrmals wöchentliches Bürsten und regelmäßiges fachgerechtes Trimmen nötig, sonst verfilzt das lange Deckhaar schnell.
Herkunft
Großbritannien
Anerkennung
FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 75

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Wach- und Schutztrieb
ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
Jagdtrieb
ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Skye Terrier im Porträt

Der Skye Terrier stammt von der schottischen Insel Skye und wurde dort ursprünglich zur Jagd auf Otter, Fuchs und Dachs gezüchtet. Sein extrem langer, niedriger Körperbau, laut FCI-Standard doppelt so lang wie hoch, ließ ihn tief in Baue kriechen. Berühmt wurde die Rasse durch Greyfriars Bobby, der um 1858 in Edinburgh jahrelang treu am Grab seines Besitzers wachte, und durch Königin Victoria, die den Skye Terrier im 19. Jahrhundert vom Arbeitshund zum Gesellschaftshund adelte. Der FCI-Standard beschreibt den Skye Terrier als elegant und würdevoll, aber als Ein Mann Hund, der Fremden gegenüber misstrauisch bleibt, ohne dabei bösartig zu sein. Diese Zurückhaltung und die enge Bindung an eine Bezugsperson prägen den Alltag: dein Skye Terrier wird dir treu ergeben sein, braucht aber konsequente, geduldige Erziehung, damit die Wachsamkeit nicht in Misstrauen kippt. Der Jagdinstinkt aus seiner Geschichte als Erdhund ist bis heute spürbar, Nasenarbeit und Suchspiele lasten ihn geistig sinnvoll aus. Bewegungsbedarf besteht in Maßen: regelmäßige Spaziergänge genügen, ausufernde Ausdauereinheiten braucht er nicht. Wegen des langen, kurzbeinigen Körpers lohnt es sich, Treppen, hohe Sprünge und Übergewicht im Alltag zu vermeiden, um den Rücken zu schonen. Aufwendiger ist die Fellpflege: das harte, glatt anliegende Deckhaar über der weichen Unterwolle braucht mehrmals wöchentliches Bürsten und regelmäßiges fachgerechtes Trimmen, sonst verfilzt es schnell. Der Skye Terrier passt zu erfahrenen Halterinnen und Haltern, die einen eigenständigen, charakterstarken Begleiter mit intensiver Fellpflege und klarer Führung schätzen und Zeit für Sozialisierung mitbringen. Für Anfänger, Familien mit sehr kleinen Kindern oder Haushalte, die einen unkomplizierten Jedermannshund suchen, ist er eher weniger geeignet, ebenso für alleinlebende Berufstätige mit langen Abwesenheiten. Heute zählt der Skye Terrier zu den gefährdetsten heimischen Rassen Großbritanniens, seriöse Züchter sind rar und Wartelisten entsprechend lang.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Fellpflege einplanen: das harte, lange Deckhaar über weicher Unterwolle braucht zwei- bis dreimal wöchentliches Bürsten und regelmäßiges fachgerechtes Trimmen durch einen Groomer, sonst verfilzt es.
  • Früh und konsequent an fremde Menschen und andere Hunde gewöhnen: der FCI-Standard beschreibt den Skye Terrier ausdrücklich als misstrauisch gegenüber Fremden und stark auf eine Bezugsperson fixiert.
  • Auf einen rückenschonenden Alltag achten: wegen des langen, niedrigen Körperbaus Treppen, Sprünge vom Sofa oder aus dem Auto sowie Übergewicht möglichst vermeiden.
  • Geistige Auslastung über Nasenarbeit und Suchspiele einplanen, da der historische Jagdinstinkt auf Otter, Fuchs und Dachs bis heute durchscheint.
  • Vor der Anschaffung Geduld mitbringen: der Skye Terrier zählt zu den gefährdetsten heimischen Rassen Großbritanniens, seriöse Züchter und Welpen sind entsprechend selten.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Skye Terrier Hepatitis: eine seltene, bislang nur bei dieser Rasse beschriebene Lebererkrankung mit Vernarbung, die bis zur Zirrhose fortschreiten kann; Ursache und Erbgang sind noch nicht geklärt.
  • Neigung zu Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), die sich unter anderem in Fell- und Gewichtsveränderungen zeigen kann und tierärztlich kontrolliert werden sollte.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Skye Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

Ähnliche Rassen entdecken

Passt Skye Terrier zu dir?

Finde in drei Minuten heraus, ob diese Rasse zu deinem Alltag passt: ehrlich, kostenlos und ohne Anmeldung.