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Lele

Australian Silky Terrier

Wacher kleiner Charmeur im seidigen Kleid

auch bekannt als Silky, Sydney Silky

sehr klein (XS)Australien
Australian Silky Terrier liegt aufmerksam im Gras, seidiges Fell in Grau und Tan.
Australian Silky Terrier im PorträtFoto: island silks · CC BY 2.0

Steckbrief

Größe
sehr klein (XS), 23 bis 26 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 3,5 bis 5,5 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 18 Welpen
Fell
Kurzes Langhaar, glatt anliegend, fein und seidig glänzend, Das gescheitelte, seidige Haar verfilzt ohne regelmäßige Pflege schnell und braucht mehrmals wöchentliches Bürsten, dazu Trimmen an Pfoten und Gesicht.
Herkunft
Australien
Anerkennung
FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 236

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Wach- und Schutztrieb
ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
Jagdtrieb
ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: Australian Silky Terrier im Porträt

Der Australian Silky Terrier entstand Ende des 19. Jahrhunderts in Australien aus der Kreuzung von Australian Terrier und Yorkshire Terrier, später mit etwas Dandie Dinmont und Skye Terrier im Hintergrund. Ziel war ein kleiner, hübscher Begleithund, der trotz seines seidigen Haarkleids noch echte Terrier-Substanz mitbringt: Der FCI-Standard beschreibt ihn ausdrücklich als Hund mit genug Kraft, um im Haus unerwünschte Nager zu jagen und zu erledigen. Diese Nasenarbeit und der Beutefokus sind bis heute spürbar, auch wenn der Silky heute fast ausschließlich als Wohnungs- und Begleithund gehalten wird. Im Wesen ist er wach, lebhaft und selbstbewusst, gegenüber Fremden zunächst eher zurückhaltend und meldefreudig, was ihn zu einem aufmerksamen kleinen Wächter macht. Er ist anhänglich an seine Bezugspersonen, kann dabei aber terriertypisch eigensinnig sein und Grenzen austesten, klare und konsequente, aber freundliche Führung tut ihm gut. Rüden und ungewohnt kleine Kinder sollten Umgang mit dem zierlichen Körperbau erst lernen, grobes Spiel verträgt der Hund nicht gut. Bewegung braucht er in überschaubarem, aber regelmäßigem Umfang, tägliche Spaziergänge und kleine Schnüffel- und Suchspiele passen gut zu seinem Naturell. Die Fellpflege ist der größte Aufwand im Alltag: Das lange, feine Haar verfilzt ohne mehrmals wöchentliches Bürsten und regelmäßiges Trimmen an Pfoten und Gesicht. In Deutschland ist der Silky Terrier ein Nischenhund, deutlich seltener als sein naher Verwandter, der Yorkshire Terrier, entsprechend länger dauert häufig die Suche nach einem seriösen Wurf oder einer Abgabe aus zweiter Hand. Er passt zu Menschen, die einen kleinen, wachen und pflegeintensiven Begleiter suchen, Zeit für tägliche Fellpflege mitbringen und terriertypischen Eigensinn mit Geduld statt Strenge begegnen. Für Haushalte mit Kleinnagern, Hasen oder Meerschweinchen ist er wegen des ausgeprägten Jagdinteresses eher ungeeignet, ebenso für alles, was reine Schoßhund-Erwartung ohne Erziehung ist.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Die Fellpflege braucht realistisch drei bis vier Termine pro Woche mit Bürste und Kamm sowie alle sechs bis acht Wochen einen Trimmtermin beim Hundefriseur, das ist ein laufender Zeit- und Kostenfaktor.
  • Wegen des in Deutschland kleinen Bestands lohnt sich vor der Anschaffung ein direkter Kontakt zu einem Rasseclub, um seriöse Zuchtstätten von Hobbyvermehrung zu unterscheiden und Wartezeiten realistisch einzuschätzen.
  • Der ausgeprägte Beutefokus auf Kleintiere gehört von Welpe an trainiert, insbesondere Rückruf und Impulskontrolle in Umgebungen mit Nagern oder Katzen.
  • Wegen des zierlichen Knochenbaus sind Sprünge von Möbeln oder Treppen für Welpen und Senioren zu vermeiden, das schont Gelenke und Wirbelsäule.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Wie bei vielen kleinen und toyfelligen Rassen ist tendenziell mit einem erhöhten Risiko für Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung) zu rechnen, ein rassespezifischer Beleg dafür fehlt bislang, das ergibt sich aus dem kleinen, feinknochigen Körperbau laut FCI-Standard.
  • Die enge Zahnstellung im vergleichsweise kleinen Kiefer, die der Standard selbst als Merkmal nennt, begünstigt bei Toy-Terriern erfahrungsgemäß Zahnstein und Parodontose, weshalb regelmäßige Zahnkontrolle sinnvoll ist.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Australian Silky Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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