American Staffordshire Terrier
Menschenbezogener Athlet mit viel Kraft
auch bekannt als Amstaff
Regionale Haltungsregeln
Prüfe vor der Anschaffung die Regeln an deinem Wohnort.
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 43 bis 48 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 23 bis 36 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 96 Welpen
- Fell
- Kurzhaar, Kurzes, dichtes Fell: Gelegentliches Bürsten reicht, kein Trimmen oder Scheren nötig.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 286
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: American Staffordshire Terrier im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum von im Durchschnitt rund 1 bis 1,5 Stunden aktiver Auslastung täglich einplanen, ergänzt durch Kopfarbeit wie Nasenarbeit oder Grundgehorsam.
- Alleinbleiben-Realität: Der Amstaff hängt tendenziell stark an seinen Bezugspersonen; Abwesenheiten über 4 bis 5 Stunden sollten die Ausnahme bleiben und schrittweise trainiert werden.
- Fellpflege ist unkompliziert (kurzhaarig, gelegentliches Bürsten reicht), rechne aber mit laufenden Kosten für Gesundheitschecks wie HD-/ED-Röntgen und Herzuntersuchung bei der Zuchtauswahl.
- In mehreren Bundesländern und in zahlreichen Schweizer Kantonen gelistet: Haltungsauflagen wie Leinen-/Maulkorbpflicht, Sachkundenachweis oder Wesenstest vor Anschaffung bei der zuständigen Behörde prüfen.
- Wegen Kraft, Temperament und dem rechtlichen Rahmen eher für hundeerfahrene, konsequente Halter geeignet als für den allerersten eigenen Hund.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüft- und Ellbogendysplasie (HD/ED) kommen wie bei vielen muskulösen mittelgroßen Rassen vor: Röntgenauswertung der Zuchttiere ist üblich und sinnvoll.
- Angeborene Herzerkrankungen werden in verantwortungsvollen Zuchtprogrammen per Herzuntersuchung der Elterntiere kontrolliert.
- Neigung zu Hautreizungen und Allergien wird bei kurzhaarigen, dünn behaarten Rassen häufiger beschrieben.
- Patellaluxation ist möglich, gilt in der Häufigkeit aber als seltener als HD/ED.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
American Staffordshire Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Die verfügbaren Angaben stammen von 2017 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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