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Lele

Airedale Terrier

König der Terrier mit Arbeitslust

auch bekannt als König der Terrier

groß (L)Großbritannien
Airedale Terrier mit schwarzem Sattel und lohfarbenem Kopf sitzt aufmerksam im Garten
Airedale Terrier im Porträt
Airedale Terrier steht mit einem Stock im Fang in einem flachen Bach
Airedale Terrier unterwegs

Steckbrief

Größe
groß (L), 56 bis 61 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 22 bis 30 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 470 Welpen
Fell
Rauhaar, Hartes, drahtiges Deckhaar mit weicher Unterwolle. Braucht regelmäßiges Bürsten und mehrmals im Jahr Trimmen.
Herkunft
Großbritannien
Anerkennung
FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 7

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
Jagdtrieb
ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Airedale Terrier im Porträt

Der Airedale Terrier stammt aus dem Tal des Flusses Aire in Yorkshire. Dort züchteten Arbeiter und Bauern Mitte des 19. Jahrhunderts aus Waterside Terriern und Otterhunden einen robusten Allrounder für die Jagd auf Otter und Nager. Als größte aller Terrierrassen trägt er den Beinamen König der Terrier. Seine Vielseitigkeit machte ihn früh zum Diensthund: Er arbeitete in Kriegszeiten als Melde- und Sanitätshund, stand bei Polizei und Militär im Dienst und gilt bis heute als talentierter Such- und Fährtenhund. Diese Arbeitsgeschichte merkst du ihm an: Ein Airedale will gebraucht werden, körperlich und im Kopf. Der FCI-Standard beschreibt ihn als offen, vertrauensvoll, freundlich, couragiert und intelligent, stets wachsam, aber nicht aggressiv. Dazu kommt eine ordentliche Portion Terrier-Selbstbewusstsein: Der Airedale denkt gern mit und entscheidet auch mal selbst. Er lernt schnell, hinterfragt aber stumpfe Wiederholungen. Mit liebevoller Konsequenz, klaren Regeln und abwechslungsreichem Training wird aus ihm tendenziell ein zuverlässiger, ausgeglichener Begleiter. Härte oder Nachlässigkeit quittiert er dagegen gern mit Sturheit. Im Alltag braucht er deutlich mehr als kurze Runden um den Block: lange Spaziergänge, Laufen am Rad und idealerweise eine echte Aufgabe wie Mantrailing, Obedience oder Gebrauchshundesport. Auch sein Fell will Arbeit: Das harte, drahtige Haarkleid mit weicher Unterwolle wird mehrmals im Jahr getrimmt und regelmäßig gebürstet. Dafür haart er bei guter Pflege wenig. Sein Wachtrieb ist ausgeprägt, Besuch meldet er zuverlässig, bleibt dabei aber in der Regel ohne Schärfe. Der jagdliche Ursprung steckt ebenfalls noch drin: Kleintiere und Katzen sind ohne frühe Gewöhnung tendenziell ein schwieriges Thema. Der Airedale passt zu aktiven Menschen und Familien, die einen wachen, humorvollen Hund mit eigenem Kopf schätzen und Zeit für Auslastung und Fellpflege mitbringen. Weniger geeignet ist er für Menschen mit wenig Zeit, für reine Couch-Haushalte und für alle, die sich einen Hund wünschen, der sich bedingungslos unterordnet. Wer ihn fair fordert und ernst nimmt, bekommt tendenziell einen loyalen, unerschrockenen Partner fürs Leben. Zur Ehrlichkeit gehört auch der Blick auf die Gesundheit: In Rasse-Erhebungen sind Tumorerkrankungen die häufigste Todesursache, und wie bei anderen großen, tiefbrüstigen Hunden ist die Magendrehung ein reales Risiko. Ein seriöser Züchter spricht das offen an, und wer sich für einen Airedale entscheidet, plant Vorsorge und den Ernstfall-Weg zur Tierklinik besser einmal zu viel als einmal zu wenig.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Plane täglich rund 2 Stunden Bewegung und Kopfarbeit ein: Laufen am Rad, Mantrailing, Obedience oder Gebrauchshundesport passen gut zu diesem Arbeits-Terrier.
  • Das drahtige Fell muss mehrmals im Jahr getrimmt werden. Rechne mit laufenden Kosten beim Hundefriseur oder lerne das Trimmen unter Anleitung selbst.
  • Frag beim Züchter nach den HD-Auswertungen der Elterntiere und danach, ob die Linie frei von juveniler Nephropathie ist: Diese erbliche Nierenerkrankung kommt in der Rasse vor.
  • Airedales bleiben ungern lange allein und brauchen enge Anbindung an ihre Menschen. Trainiere das Alleinbleiben früh und in kleinen Schritten, statt es vorauszusetzen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Tumorerkrankungen sind in Rasse-Erhebungen die häufigste Todesursache des Airedale Terriers.
  • Hüftgelenksdysplasie (HD), seriöse Zuchtvereine verlangen Röntgen-Auswertungen der Elterntiere
  • Juvenile Nephropathie (erbliche Nierenerkrankung, kann früh zu Nierenversagen führen)
  • Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • Augenerkrankungen wie Progressive Retinaatrophie (PRA)
  • Als großer, tiefbrüstiger Hund trägt er ein erhöhtes Risiko für die Magendrehung, einen akuten Notfall.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Airedale Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.000 und 2.000 Euro.

Quellen: zooplus-Magazin (2025), welpen-liebe.de, HonestDog (2026). Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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