Shikoku
Wachsamer Bergjäger mit eigenem Kopf
auch bekannt als Shikoku Ken, Kochi-Hund, Kochi-Ken
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 46 bis 55 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 14 bis 25 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 20 Welpen
- Fell
- Stockhaar, dicht, Hartes, gerades Deckhaar mit weicher, dichter Unterwolle, im Fellwechsel deutlich erhöhter Bürstaufwand.
- Herkunft
- Japan
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 319
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Shikoku im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Ausgeprägter Jagdtrieb: Der FCI-Standard nennt den Shikoku ausdrücklich einen leidenschaftlichen Jäger. Freilauf ohne verlässlichen Rückruf ist riskant, Schleppleinen- und Rückruftraining sollten ab Welpenalter konsequent aufgebaut werden.
- Fellwechsel zweimal jährlich mit deutlich erhöhtem Pflegeaufwand (dann täglich bürsten), außerhalb dieser Phasen gilt das dichte Stockhaar als vergleichsweise pflegeleicht.
- Frühe, begleitete Sozialisierung mit anderen Hunden ist sinnvoll, da bei Nihon-Ken-Rassen wie dem Shikoku gleichgeschlechtliche Spannungen dokumentiert sind. Kontakt mit Katzen und Kleintieren nur nach sorgfältigem, schrittweisem Antesten.
- Die Rasse ist in Deutschland und Europa sehr selten. Vor der Anschaffung Herkunft, Wesenstest und Gesundheitschecks beim Züchter genau prüfen und mit längeren Wartezeiten rechnen.
- Erziehung über Vertrauen und Motivation statt über Druck: Der Standard und die Fachliteratur beschreiben den Shikoku als eigenständig und wachsam, harte Erziehungsmethoden führen im Schnitt eher zu Rückzug als zu Kooperation.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Eine erhöhte Neigung zu Epilepsie wird für die Rasse als häufigste gesundheitliche Sorge beschrieben
- Vereinzelt ist eine canine fokale Metatarsal-Fistulation (eine seltene Erkrankung der Mittelfußregion) für die Rasse dokumentiert
- In der Region Shikoku ist bei der Rasse eine neuronale Ceroid-Lipofuszinose (eine seltene, vererbte neurodegenerative Erkrankung) beschrieben
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Shikoku hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
Ähnliche Rassen entdecken
Passt Shikoku zu dir?
Finde in drei Minuten heraus, ob diese Rasse zu deinem Alltag passt: ehrlich, kostenlos und ohne Anmeldung.