Shiba
Eigenwilliger Japaner mit Katzencharme
auch bekannt als Shiba Inu
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 35 bis 41 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 8 bis 11 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 169 Welpen
- Fell
- Stockhaar
- Herkunft
- Japan
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 257
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt problemlos einige Stunden allein (5 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Shiba im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum: im Durchschnitt rund 1 bis 1,5 Stunden aktive Bewegung und Beschäftigung täglich einplanen. Kurze Pflichtrunden allein reichen den meisten Shibas nicht aus.
- Alleinbleiben lässt sich bei schrittweisem Training oft gut aufbauen, ist aber keine Selbstverständlichkeit: unterforderte oder ungeübte Tiere reagieren mitunter mit Bellen oder Kratzen an Türen.
- Fellwechsel: zwei ausgeprägte Schub-Phasen pro Jahr mit deutlich erhöhtem Bürstaufwand (mehrmals wöchentlich), dazwischen reicht meist wöchentliches Bürsten aus.
- Vor dem Zuchteinsatz sind laut deutschem Rasseclub eine Röntgen-Auswertung der Hüfte (HD) und eine Augenuntersuchung Pflicht: Beim Welpenkauf entsprechende Nachweise vom Züchter verlangen.
- Ausgeprägter Jagd- und Beutetrieb: ein sicher eingezäuntes Grundstück und ein verlässlicher Rückruf sind Voraussetzung für Freilauf; das Zusammenleben mit Katzen oder Kleintieren gelingt vor allem mit früher, sorgfältiger Sozialisation.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftgelenksdysplasie (HD): HD-Auswertung ist beim deutschen Rasseclub Zuchtvoraussetzung.
- Erblich bedingte Augenerkrankungen: Augenuntersuchung ist ebenfalls verpflichtender Teil der Zuchtzulassung.
- Atopische Dermatitis (allergiebedingte Hautentzündung): in mehreren wissenschaftlichen Studien an Shiba-Populationen als rassetypisch häufige Hauterkrankung untersucht.
- Sehr seltene erbliche Speicherkrankheiten (u. a. GM2-Gangliosidose): bei einzelnen Shiba-Linien in Japan molekulargenetisch nachgewiesen.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Shiba hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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