Schottischer Terrier
Würdevoller Sturkopf mit treuer Seele
auch bekannt als Scottie, Scottish Terrier


Steckbrief
- Größe
- klein (S), 25 bis 28 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 8,5 bis 10,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 11 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 45 Welpen
- Fell
- Rauhaar, Das drahtige Doppelhaar braucht regelmäßiges Bürsten und alle zwei bis drei Monate professionelles Trimmen oder Stripping, damit die wetterfeste Struktur erhalten bleibt.
- Herkunft
- Grossbritannien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 73
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5)
- Pflegeaufwand
- hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Schottischer Terrier im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane für die Fellpflege alle zwei bis drei Monate einen Termin beim Trimmer ein, dazwischen mehrmals wöchentlich Bürsten, sonst verfilzt die charakteristische Beinbehaarung.
- Lass ab dem mittleren Alter regelmäßig den Urin kontrollieren und achte auf Blut im Urin oder Probleme beim Wasserlassen, da Blasenkrebs bei dieser Rasse überdurchschnittlich häufig vorkommt.
- Beginne früh mit konsequentem, geduldigem Training und einer Hundeschule mit Terrier-Erfahrung, denn der eigenständige Kopf lässt sich nicht über reinen Gehorsamsdrill erziehen.
- Sozialisiere Welpen aktiv mit anderen Hunden und, falls im Haushalt vorhanden, behutsam mit Katzen oder Kleintieren, der ausgeprägte Jagdtrieb braucht frühes Gegensteuern.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Deutlich erhöhtes Risiko für Blasenkrebs (Übergangszellkarzinom), eine der häufigsten Todesursachen der Rasse
- Scottie Cramp: erbliche, episodische Bewegungsstörung, meist nicht schmerzhaft, oft durch Stress ausgelöst
- Von-Willebrand-Erkrankung Typ I: erbliche Gerinnungsstörung, sollte vor der Zucht getestet werden
- Craniomandibuläre Osteopathie: schmerzhafte Kieferknochenwucherung bei Welpen zwischen drei und sechs Monaten, seit 2012 gentestbar
- Patellaluxation
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Schottischer Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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