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Lele

Samojede

Lächelnder Schlittenhund mit weichem Kern und eigenem Kopf

auch bekannt als Sammy, Samoyed

mittelgroß (M)Russland
Samojede liegt entspannt an einem Bergsee und blickt zur Seite
Samojede im Porträt
Samojede läuft fröhlich über einen verschneiten Waldweg
Samojede unterwegs
Samojede rennt mit wehendem Fell und offenem Fang
Samojede unterwegs

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M), 50 bis 60 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 20 bis 30 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 47 Welpen
Fell
Stockhaar, dichtes, abstehendes Doppelfell mit weicher Unterwolle, mehrmals wöchentlich bürsten, im Fellwechsel täglich
Herkunft
Russland
Anerkennung
FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 212

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Haaren
haart sehr stark (5 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
sehr offen, begrüßt Fremde freudig (5 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5)
Jagdtrieb
geringer Jagdtrieb (2 von 5)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5, Tendenzwert)

Der Charakter: Samojede im Porträt

Der Samojede stammt von den Nenzen ab, einem nomadisch lebenden Volk im Norden Sibiriens, das die Hunde für die Rentierhut, das Ziehen von Schlitten und als warme Schlafgesellschaft in der Jurte hielt. Diese enge Bindung an den Menschen prägt die Rasse bis heute: Der Samojede ist auf Gesellschaft ausgelegt und wenig für sich allein gemacht. Der FCI Standard beschreibt ihn als kraftvoll, wachsam und lebhaft, dabei freundlich und ohne Anzeichen von Nervosität oder Aggression. Der ikonische freundliche Gesichtsausdruck, oft als Samojedenlächeln bezeichnet, ist kein Zufall, sondern Standardmerkmal. Fremden gegenüber zeigt er sich in der Regel offen und zugewandt, als Wachhund im klassischen Sinn taugt er deshalb kaum, auch wenn er zu territorialem Bellen und ausdauerndem Heulen neigt. Der Jagdtrieb gilt als vergleichsweise gering, was ihn im Umgang mit anderen Tieren oft entspannter macht als andere nordische Rassen, ein Probetreffen mit vorhandenen Haustieren bleibt trotzdem sinnvoll. Im Alltag braucht der Samojede viel Bewegung und geistige Beschäftigung, Zughundearbeit, lange Wanderungen oder Rad laufen passen gut zu seiner Herkunft als Arbeitshund. Das dichte, strahlend weiße Doppelfell mit der weichen Unterwolle sieht spektakulär aus, verlangt aber regelmäßige Pflege und haart vor allem im Fellwechsel stark. Für warme Wohnungen oder heiße Sommer ist die Rasse durch dieses Fell weniger geeignet. Gut passt der Samojede zu aktiven Menschen oder Familien, die Zeit für tägliche Auslastung und Fellpflege mitbringen und einen sehr sozialen, mitunter eigenwilligen Begleiter suchen, der ungern lange allein bleibt. Wer einen ruhigen Wohnungshund, einen zurückhaltenden Wachhund oder eine pflegeleichte Rasse sucht, ist bei ihm an der falschen Adresse. Mortalitätsstudien nennen Tumorerkrankungen als häufigste Todesursache des Samojeden, verantwortlich für gut ein Viertel aller Todesfälle.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Das dichte Doppelfell braucht mehrmals wöchentlich Bürstzeit, im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst am besten täglich, sonst verfilzt die Unterwolle.
  • Plane täglich mindestens ein bis zwei Stunden echte Auslastung ein, reines Gassigehen reicht der Rasse auf Dauer nicht aus.
  • Wegen des dichten Fells reagiert die Rasse empfindlich auf Hitze, im Sommer Anstrengung in der Mittagshitze meiden und für Schatten sorgen.
  • Bei der Zuchtstätte auf HD-Röntgen der Elterntiere und regelmäßige Augenuntersuchungen der Zuchtlinie achten, da Hüftdysplasie und Netzhauterkrankungen in der Rasse vorkommen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Hüftdysplasie (HD)
  • Progressive Retinaatrophie (PRA)
  • Diabetes mellitus
  • erbliche Nierenerkrankung (Samojeden Nephropathie)
  • Pulmonalstenose
  • Tumorerkrankungen, laut Mortalitätsstudien für gut ein Viertel aller Todesfälle der Rasse verantwortlich

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Samojede hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Die verfügbaren Angaben stammen von 2020 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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