Russisch-Europäischer Laika
Robuster Jagdhund mit wachem, eigenständigem Kopf
auch bekannt als Russo-European Laika, Russko-Evropeiskaia Laika
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 48 bis 58 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 18 bis 23 kg
- Lebenserwartung
- typisch 11 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 5 Welpen
- Fell
- Stockhaar mit dichter Unterwolle, Hartes, gerades Grannenhaar mit dicker, weicher Unterwolle, an Hals und Schultern zu einem Kragen verlängert. Regelmäßiges Bürsten genügt im Jahresverlauf, im Fellwechsel (zweimal jährlich) wird täglich gekämmt, sonst sammelt sich die abgestoßene Unterwolle in der Wohnung.
- Herkunft
- Russland
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 304
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Russisch-Europäischer Laika im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Der Laika braucht täglich mehrere Stunden echte Auslastung mit Nasenarbeit oder Jagdbezug, ein reiner Spaziergang an der Leine reicht nicht, ohne passende Beschäftigung neigt er zu eigenständigem Streunen oder destruktivem Verhalten.
- Der starke Jagdtrieb auf Kleinwild und Wasservögel macht einen sicher eingezäunten Auslauf und konsequentes Rückruftraining vom Welpenalter an unverzichtbar, freies Laufen in unbekanntem Gelände ist riskant.
- In Mitteleuropa gibt es kaum Züchter, wer sich für die Rasse entscheidet, sollte lange Wartezeiten oder einen Import aus Russland oder Osteuropa einplanen, inklusive der damit verbundenen Reise, Papier und Gesundheitschecks.
- Zusammenleben mit Katzen oder Kleintieren erfordert wegen des ausgeprägten Beutefokus sehr frühe, engmaschig begleitete Gewöhnung und bleibt auch dann ein Einzelfallrisiko, kein Automatismus.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Als mittelgroßer Hund mit laut Standard tiefer, bis zu den Ellenbogen reichender Brust besteht bei ihm tendenziell ein erhöhtes Risiko für Magendrehung, wie bei tiefbrüstigen Rassen allgemein üblich. Belastbare rassespezifische Studien dazu fehlen für den Russisch-Europäischen Laika.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Russisch-Europäischer Laika hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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