Rumänischer Bukowina-Schäferhund
Treuer Herdenschützer mit eigenem Willen
auch bekannt als Ciobănesc Românesc de Bucovina, Bucovina Shepherd Dog
Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 64 bis 78 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 50 bis 90 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5Keine VDH-Zucht in Deutschland, Bezug meist nur über Import
- Fell
- Stockhaar, Dichtes, raues Deckhaar mit üppiger, geschmeidiger Unterwolle, 6 bis 9 cm lang, mit Mähne am Hals und Hosen an den Hinterläufen. Wöchentliches Bürsten reicht meist, im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst besser täglich.
- Herkunft
- Rumänien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 357
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- sehr eigenständig, schwer zu trainieren (1 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt meist gut einige Stunden allein (4 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- sehr zurückhaltend gegenüber Fremden (1 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Rumänischer Bukowina-Schäferhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Kein Wohnungshund: Die Rasse braucht ein umzäuntes Grundstück mit ausreichend Fläche zum Patrouillieren, in beengten städtischen Verhältnissen wird sie unglücklich und lautstark.
- Frühe, breite Sozialisierung mit Menschen, Kindern und anderen Hunden ist Pflicht, da Fremdenwachsamkeit und Wachtrieb laut Standard ausgeprägt sind, ohne Führung drohen Konflikte mit Besuch oder Nachbarhunden.
- Fellpflege wöchentlich, im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst besser täglich, wegen der dichten Unterwolle und der langen Partien an Hals und Hinterläufen.
- In Deutschland kaum verfügbar: Wartezeiten von vielen Monaten bis über einem Jahr sind realistisch, meist über Import aus Rumänien mit ACR-Papieren, auf seriöse Zuchtstätten und Elterntiere mit Wesenstest achten.
- Vor der Anschaffung Hüftgelenks-Screening (HD) der Elterntiere erfragen, da großwüchsige Molosser-artige Rassen generell anfällig für Gelenkprobleme sind, auch wenn dazu keine belastbaren rassespezifischen Zahlen vorliegen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Als große Rasse mit tiefer, breiter Brust (laut Standard bis zu den Ellenbogen reichend) tendenziell erhöhtes Risiko für Magendrehung, wie bei vergleichbaren großen Molosser- und Herdenschutzrassen üblich. Dies ist eine aus dem Körperbau abgeleitete Tendenzaussage, keine belegte rassespezifische Studie.
- Bei schnell wachsenden großwüchsigen Rassen generell erhöhtes Risiko für Hüft- und Ellenbogendysplasie, spezifische Studiendaten zu dieser seltenen Rasse liegen nicht vor. Hüftgelenks-Screening der Zuchttiere ist sinnvoll.
- Belastbare rassespezifische Gesundheitsstudien fehlen bislang weitgehend, da die Rasse außerhalb Rumäniens kaum verbreitet und erst seit 2019 vollständig FCI-anerkannt ist.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Rumänischer Bukowina-Schäferhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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