Atlas-Berghund
Robuster Wächter mit ursprünglichem, eigenständigem Wesen
auch bekannt als Aïdi, Chien de l'Atlas, Atlas Mountain Dog

Steckbrief
- Größe
- groß (L), 52 bis 62 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 22 bis 26 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 11 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Mittellang, dicht und üppig (ca. 6 cm), am Hals mähnenartig, Wöchentliches Bürsten reicht meist, im Fellwechsel häufiger, damit die dichte Unterwolle an Hals und Rute nicht verfilzt.
- Herkunft
- Marokko
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 247
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- sehr zurückhaltend gegenüber Fremden (1 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Atlas-Berghund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden Bewegung ein, idealerweise auf einem eingezäunten Grundstück, auf dem der Hund wachen und patrouillieren kann.
- Beginne mit ruhiger, konsequenter Sozialisierung schon im Welpenalter: ein Wachhund, der Fremde grundsätzlich misstrauisch beäugt, muss lernen, Alltagssituationen von echten Bedrohungen zu unterscheiden.
- Rechne mit wöchentlichem Bürsten des dichten Fells, im Fellwechsel häufiger, sonst verfilzt die Unterwolle an Hals und Rute.
- Weil die Rasse in Deutschland kaum gezüchtet wird, prüfe bei einem Import Gesundheitsunterlagen und Reinrassigkeit sorgfältig und suche gezielt Kontakt zu auf nordafrikanische Rassen spezialisierten Vereinen statt zu anonymen Online-Anzeigen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Der Standard beschreibt eine tiefe, bis zu den Ellbogen reichende Brust; dieser Körperbau geht bei großen, tiefbrüstigen Rassen tendenziell mit einem erhöhten Magendrehungs-Risiko einher, belastbare rassespezifische Studien zum Atlas-Berghund selbst liegen dazu nicht vor.
- Die mittellangen, halbhängenden Ohren begünstigen bei ungenügender Pflege eher Ohrentzündungen als reine Stehohren, eine regelmäßige Kontrolle ist sinnvoll.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Atlas-Berghund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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