Berner Sennenhund
Ruhiger Gefährte mit Bauernhof-Wurzeln
auch bekannt als Berner, BMD, Bernese Mountain Dog
Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 58 bis 70 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 34 bis 55 kg
- Lebenserwartung
- typisch 7 bis 9 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 602 Welpen
- Fell
- Langhaar, regelmäßiges Bürsten
- Herkunft
- Schweiz
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 45
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- sehr gut geeignet für Familien mit Kindern (5 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Berner Sennenhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum: rund 1 bis 1,5 Stunden aktive Bewegung pro Tag in mehreren ruhigen Einheiten reichen meist aus. Lange Läufe, Fahrradbegleitung oder Treppen sollten besonders im Wachstum vermieden werden, um die Gelenke zu schonen.
- Alleinbleiben ist bei dieser Rasse im Alltag nur eingeschränkt realistisch: Wegen der engen Familienbindung sollten mehr als 3 bis 4 Stunden am Stück die Ausnahme bleiben, sonst drohen Trennungsstress und Unsauberkeit.
- Das lange Fell verlangt mehrmals wöchentliches, gründliches Bürsten sowie verstärkte Fellpflege im Fellwechsel. Eine Schur ist bei dieser Rasse nicht üblich und wird auch nicht empfohlen.
- Wegen der Neigung zu Hüft-/Ellbogendysplasie und einem erhöhten Krebsrisiko (u. a. histiozytäres Sarkom) sind regelmäßige tierärztliche Vorsorge und eine finanzielle Rücklage für potenziell hohe Behandlungskosten sinnvoll.
- Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei dieser Rasse mit rund 7 bis 9 Jahren spürbar unter dem Rasseschnitt vergleichbarer Größen. Das sollte emotional realistisch mitgedacht werden.
- Ein kühler, geräumiger Rückzugsort ist wichtig: Durch das dichte Doppelfell reagiert die Rasse empfindlich auf Hitze, weshalb im Sommer besonderer Schutz vor Überhitzung nötig ist.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED): in der Zucht durch Röntgenscreening kontrolliert
- Erhöhtes Risiko für histiozytäres Sarkom und weitere Krebserkrankungen: zählt zu den häufigsten Todesursachen der Rasse
- Osteochondrosis dissecans (OCD): Knorpelentwicklungsstörung bei jungen, schnell wachsenden Tieren möglich
- Im Rassevergleich unterdurchschnittliche Lebenserwartung von rund 7 bis 9 Jahren
- Vereinzelt dokumentierte Nieren- und Herzerkrankungen (z. B. Meningitis-Arteriitis)
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Berner Sennenhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.500 und 2.000 Euro.
SanteVet nennt die Spanne ausdrücklich für Welpen mit Zuchtbuch-Eintragung beim Schweizer Sennenhund-Verein SSV.
Quellen: SanteVet-Rasseportrait, Wamiz, HonestDog (2026). Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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