Argentinische Dogge
Kraftvoller Athlet mit stillem Jagdinstinkt
auch bekannt als Dogo Argentino
Regionale Haltungsregeln
Prüfe vor der Anschaffung die Regeln an deinem Wohnort.
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 60 bis 68 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 40 bis 45 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- seltenStufe 2 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 16 Welpen
- Fell
- Kurzhaar, Kurzes, glattes Fell von etwa 1,5 bis 2 cm Länge, pflegeleicht mit gelegentlichem Bürsten. Die dicke Halshaut bildet leichte, lockere Falten, die sich gut zur Sichtkontrolle eignen.
- Herkunft
- Argentinien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 292
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr selten (1 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Argentinische Dogge im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Je nach Bundesland, Kanton oder Land sind besondere Auflagen wie Sachkundenachweis, Wesenstest oder Leinen- und Maulkorbpflicht möglich, teils bestehen sogar Zucht- oder Einfuhrverbote (etwa in Dänemark): das vor der Anschaffung unbedingt bei der zuständigen Behörde klären.
- Plane täglich mindestens 1,5 bis 2 Stunden Bewegung mit zusätzlicher Kopfarbeit ein, sonst sucht sich der kräftige Hund selbst Beschäftigung, was schnell zu Problemen im Alltag führt.
- Seriöse Zuchtstätten lassen Welpen per BAER-Test auf angeborene Taubheit prüfen und legen die HD-Zuchtwerte der Elterntiere offen, frage vor dem Kauf aktiv danach.
- Wegen des ausgeprägten Jagd- und Beutetriebs ist ein Zusammenleben mit Katzen oder Kleintieren nur mit sehr sorgfältiger, langsamer Gewöhnung möglich und gelingt nicht in jedem Fall.
- Frühe, breite Sozialisierung mit Menschen und anderen Hunden sowie eine Hundeschule mit Erfahrung in großen, kraftvollen Rassen sind bei dieser Rasse keine Kür, sondern Grundausstattung.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Angeborene Taubheit (ein- oder beidseitig), bei der reinweißen Fellfarbe der Rasse häufiger als bei pigmentierten Hunden, verantwortungsvolle Zuchtstätten testen Welpen per BAER-Test.
- Hüftdysplasie (HD): Zuchtstätten sollten die HD-Auswertung der Elterntiere offenlegen.
- In der Literatur beschriebener Kehlkopflähmungs-Polyneuropathie-Komplex (laryngeale Paralyse mit begleitender Polyneuropathie), der bei der Rasse gehäuft dokumentiert ist.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Argentinische Dogge hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Die verfügbaren Angaben stammen von 2017 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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