Appenzeller Sennenhund
Wachsames Energiebündel von der Alp
auch bekannt als Appenzeller, Appenzeller Mountain Dog
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 50 bis 56 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 22 bis 35 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 92 Welpen
- Fell
- Stockhaar, Regelmäßiges Bürsten genügt, im Fellwechsel haart die dichte Unterwolle spürbar.
- Herkunft
- Schweiz
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 46
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Appenzeller Sennenhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich etwa 1,5 bis 2 Stunden Bewegung und Beschäftigung ein: Neben Spaziergängen braucht dieser Treibhund echte Aufgaben, zum Beispiel Obedience, Agility, Mantrailing oder Rettungshundearbeit.
- Rechne mit einem sehr meldefreudigen Hund: Bellverhalten von Welpenalter an mit Training kanalisieren und die Wohnsituation ehrlich prüfen, in hellhörigen Mietshäusern wird das schnell zum Konflikt mit der Nachbarschaft.
- Der ausgeprägte Wachtrieb braucht frühe, breite Sozialisierung: Besuch, Paketboten und Alltagstrubel von Anfang an positiv verknüpfen, sonst verfestigt sich das rassetypische Misstrauen gegenüber Fremden.
- Beim Züchter gezielt nach HD-Röntgenauswertungen und Gesundheitsdaten der Elterntiere fragen; der zuständige Zuchtverein wertet Röntgenbilder systematisch aus, seriöse Züchter legen die Befunde offen.
- Die Zuchtbasis ist klein und Welpen sind selten: Wartezeit von mehreren Monaten bis über ein Jahr einplanen und keinesfalls auf Anbieter ohne Zuchtbuch und Gesundheitsnachweise ausweichen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftgelenksdysplasie (HD): Gelenkerkrankungen kommen in der Rasse vor; durch konsequentes Röntgen der Zuchttiere konnte der Zuchtverein die Rate deutlich senken. Auf ausgewertete Elterntiere achten.
- Epilepsie: Idiopathische Anfallsleiden werden für die Rasse mit mittlerer Häufigkeit beschrieben.
- Neigung zu Blasen-, Harnwegs- und Nierenproblemen wird tierärztlich beschrieben; auffälliges Trink- oder Harnverhalten sollte früh abgeklärt werden.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Appenzeller Sennenhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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