Pyrenäen-Mastiff
Gelassener Riese mit wachsamem Herzen
auch bekannt als Mastín del Pirineo

Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 72 bis 77 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 60 bis 90 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Stockhaar, Das dichte, mittellange Fell von etwa 6 bis 9 Zentimetern braucht regelmäßiges Bürsten, besonders an Hals, Rute und Hinterläufen. Die schweren Lefzen können sabbern, das solltest du bei der Wohnungspflege einplanen.
- Herkunft
- Spanien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 92
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- eher ruhig (2 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht mäßig Bewegung (2 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Pyrenäen-Mastiff im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Braucht ein sicher eingezäuntes, großzügiges Grundstück; für Wohnungshaltung in der Stadt ist die Rasse mit einem Gewicht von bis zu 90 Kilogramm ungeeignet.
- Als schnellwachsende Riesenrasse sollte der Welpe bis etwa zum 18. bis 24. Lebensmonat vor exzessivem Springen und Treppensteigen geschützt werden, um Hüft und Ellbogengelenke zu schonen; HD und ED Röntgenuntersuchungen bei den Zuchttieren erfragen.
- Der ausgeprägte Wach und Schutztrieb macht frühe, konsequente Sozialisierung mit Besuch, anderen Hunden und Alltagssituationen wichtig, sonst kann sich starke Fremdenreserviertheit verfestigen.
- Eher etwas für erfahrene Halter mit Zeit für konsequente, ruhige Führung; als erster eigener Hund oder für Haushalte mit häufigem spontanem Besuch ist die Rasse selten die richtige Wahl.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Pyrenäen-Mastiff hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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