Presa Canario
Ruhiger Beschützer, der klare Führung braucht
auch bekannt als Presa, Perro de Presa Canario, Dogo Canario

Regionale Haltungsregeln
Prüfe vor der Anschaffung die Regeln an deinem Wohnort.
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 56 bis 65 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 40 bis 65 kg
- Lebenserwartung
- typisch 7 bis 9 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 5 Welpen
- Fell
- Kurzhaar
- Herkunft
- Spanien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 346
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Presa Canario im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Bewegungspensum: mindestens 1,5 bis 2 Stunden täglich, aufgeteilt in mehrere Einheiten. Reine Zwingerhaltung wird der Rasse nicht gerecht.
- Alleinbleiben ist wegen der engen Bindung an die Bezugsperson und des ausgeprägten Wachtriebs im Alltag meist nur in kleinen Schritten trainierbar, nicht als Dauerlösung für lange Arbeitstage geeignet.
- Fellpflege ist unkompliziert (wöchentliches Bürsten reicht meist aus), größere Kostenpunkte entstehen eher über Futtermenge und mögliche Tierarztkosten bei diesem schweren, gelenkbelastenden Körperbau.
- In Bayern als Kategorie-2-Hund eingestuft (Kampfhundeeigenschaft widerlegbar vermutet) sowie in mehreren Schweizer Kantonen (u. a. Genf, Schaffhausen, Thurgau, Tessin) verboten bzw. bewilligungspflichtig: Regelungen am Wohnort unbedingt vor der Anschaffung prüfen.
- Eine Hundehaftpflichtversicherung mit hoher Deckungssumme ist bei einem Hund dieser Größe und Kraft dringend zu empfehlen.
- Frühe, konsequente Sozialisierung mit Menschen, Hunden und Alltagsreizen ist keine Option, sondern Voraussetzung für ein entspanntes Zusammenleben.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Erhöhtes Risiko für Magendrehung (Gastric Dilatation-Volvulus) durch den tiefen Brustkorb: mehrere kleine Mahlzeiten statt einer großen Portion und Ruhe nach dem Fressen gelten als sinnvolle Vorsorge.
- Multifokale Retinopathie (CMR1), eine erblich bedingte Netzhauterkrankung, ist bei der Rasse dokumentiert: regelmäßige Augenkontrollen beim Tierarzt sind ratsam.
- Genetische Panels weisen ein erhöhtes Risiko für Bandscheibenerkrankungen (IVDD) aus.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Presa Canario hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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