Parson Russell Terrier
Unerschrockener Wirbelwind mit Jagdpassion
auch bekannt als Parson, Parson Jack Russell Terrier
Steckbrief
- Größe
- klein (S), 33 bis 36 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 6 bis 8 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 532 Welpen
- Fell
- Glatthaar, Broken oder Rauhaar mit Unterwolle, Rauhaar und Broken Coat regelmäßig trimmen, Glatthaar gelegentlich bürsten
- Herkunft
- Großbritannien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 339
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Parson Russell Terrier im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich 1,5 bis 2 Stunden aktive Auslastung ein, gern mit Agility, Nasenarbeit oder als Begleiter beim Reiten oder Joggen. Reine Leinenspaziergänge reichen dieser Rasse auf Dauer nicht.
- Der Jagdtrieb ist stark ausgeprägt: Investiere von Anfang an in Rückruf- und Antijagdtraining und rechne damit, dass Freilauf in wildreichen Gebieten oft nur an der Schleppleine möglich ist.
- Kaufe Welpen nur von Züchtern, die Gentests der Elterntiere auf primäre Linsenluxation (PLL) und erbliche Ataxien (LOA, SCA) sowie aktuelle Augenuntersuchungen und einen Hörtest vorlegen können.
- Rauhaar und Broken Coat müssen etwa zwei- bis viermal im Jahr getrimmt werden: Plane Zeit fürs Selbertrimmen oder wiederkehrende Kosten für einen Groomer mit Trimm-Erfahrung ein, Scheren zerstört die harsche Fellstruktur.
- Unterforderte Parson Russell neigen zu Dauerbellen und Zerstörung: Sorge neben Bewegung für tägliche Kopfarbeit und trainiere das Alleinbleiben schrittweise, bevor der Alltag es verlangt.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Primäre Linsenluxation (PLL), Gentest verfügbar
- Erbliche Augenerkrankungen wie hereditäre Katarakt (HC) und progressive Retinaatrophie (PRA), in der Zucht jährliche Augenuntersuchungen üblich
- Erbliche Ataxien: späteinsetzende Ataxie (LOA) und spinozerebelläre Ataxie (SCA), Gentests verfügbar
- Angeborene Taubheit, mit der weißen Fellfarbe assoziiert, per Audiometrie feststellbar
- Patellaluxation (lockere Kniescheibe)
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Parson Russell Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Die verfügbaren Angaben stammen von 2017 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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