Norwegischer Elchhund Grau
Eigenständiger Jagdspitz mit lauter Stimme
auch bekannt als Elchhund, Norsk Elghund Grå, Norwegian Elkhound, Graue Elchhund

Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 47 bis 52 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 20 bis 23 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Stockhaar, Dichtes Deckhaar mit weicher Unterwolle, im Fellwechsel zweimal jährlich mit deutlich mehr Ausfall, dann hilft tägliches Bürsten, sonst reicht eine wöchentliche Runde mit der Unterwollbürste.
- Herkunft
- Norwegen
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 242
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Norwegischer Elchhund Grau im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane täglich mindestens anderthalb bis zwei Stunden aktive Bewegung mit Nasenarbeit oder Gelände ein, reine Kurzspaziergänge werden diesem Jagdhund nicht gerecht.
- Das laute, ausdauernde Bellen bei der Jagd ist Zuchtziel und lässt sich nur eingeschränkt abtrainieren, das solltest du bei Nachbarschaft und Mietwohnung vorher bedenken.
- Wähle Zuchtstätten, die auf Nierenglukosurie, Diabetes-Vorbelastung sowie Chondrodysplasie und Glaukom in der Linie achten und Gesundheitsunterlagen der Elterntiere offenlegen.
- Zweimal im Jahr fällt beim Fellwechsel deutlich mehr Unterwolle aus, in dieser Zeit hilft tägliches Bürsten gegen Verfilzung und Haaransammlung in der Wohnung.
- Wegen des ausgeprägten Jagdtriebs auf Wild ist ein sicher trainierter Rückruf und eine lange Leine im unbekannten Gelände Pflicht, freies Laufen nahe Wildgehegen ist riskant.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Vererbte Nierenglukosurie (verminderte Rückresorption von Glukose in den Nierenkanälchen) mit erhöhtem Risiko für Harnwegsinfekte
- Neigung zu Diabetes mellitus, unter anderem hormonabhängig im Zusammenhang mit der Läufigkeit
- Erbliche Chondrodysplasie mit Fehlstellung der Vorderläufe, verursacht durch eine bekannte Genmutation im ITGA10-Gen
- Primäres Weitwinkelglaukom, bei dieser Rasse überdurchschnittlich häufig beschrieben
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Norwegischer Elchhund Grau hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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