Manx
Hundeähnlich verspielte Katze mit hoppelndem Gang
auch bekannt als Manxkatze


Zucht-Hinweis
Die Schwanzlosigkeit der Manx ist mit einem Letalfaktor gekoppelt und kann beim Manx-Syndrom zu Fehlbildungen der Wirbelsäule mit Inkontinenz oder Lähmungen führen. Ein Gutachten zu Paragraf 11b Tierschutzgesetz von 1999 stuft die Zucht deshalb als Qualzucht ein, auch wenn die FIFe die Rasse anerkennt und es kein pauschales deutsches Zuchtverbot wie bei der Scottish Fold gibt.
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M)
- Gewicht
- typisch 3,5 bis 5,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar, doppelt, mit dichter Unterwolle, Das doppelte Fell braucht regelmäßiges Bürsten. Die schwanzlose Anlage ist mit Wirbelsäulendefekten verknüpft, seriöse Zucht verpaart deshalb nie zwei schwanzlose Tiere.
- Herkunft
- Isle of Man
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5, Tendenzwert)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5, Tendenzwert)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Manx im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Seriöse Zucht verpaart nie zwei schwanzlose Manx miteinander, weil die reinerbige Kombination schon vor der Geburt tödlich ist: Frag nach der Zuchtlinie oder erwäge eine Vermittlung über den Tierschutz.
- Auf Symptome wie einen veränderten Gang, Inkontinenz oder Verstopfung solltest du achten und sie tierärztlich abklären lassen, sie können auf das Manx-Syndrom hindeuten.
- Kletterangebote dürfen vorhanden sein, sollten aber wegen des schwächeren Gleichgewichtssinns nicht auf waghalsige Sprünge ausgelegt sein.
- Das dichte Doppelfell braucht regelmäßiges Bürsten, vor allem im Fellwechsel.
- Lange Zeiten allein passen schlecht zu dieser geselligen, menschenbezogenen Rasse.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Manx-Syndrom mit Fehlbildungen der Wirbelsäule, unter anderem Spina bifida, das zu Inkontinenz oder Lähmungserscheinungen führen kann
- Letalfaktor bei reinerbiger Schwanzlosigkeit, betroffene Embryonen sterben bereits vor der Geburt
- Megakolon durch Nervenschäden im Dickdarm mit chronischer Verstopfung
- Arthrose in den verbliebenen Schwanzwirbeln bei stummelschwänzigen Tieren
- Hornhautdystrophie, eine angeborene Augenerkrankung, die meist ab einem Alter von etwa vier Monaten sichtbar wird
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Manx hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
Eine Rasse, mehrere Größen
Diese Hunde sind Größenvarietäten derselben Rasse. Gleicher Standard, eigener Alltag: Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe und damit in Platzbedarf, Kraft und Handling.
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