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Lele

Manx

Hundeähnlich verspielte Katze mit hoppelndem Gang

auch bekannt als Manxkatze

mittelgroß (M)Isle of Man
Manx Katze mit braun getigertem Kurzhaarfell und rundem, schwanzlosem Hinterteil steht wachsam im Wohnzimmer und blickt zur Kamera
Manx im PorträtFoto: Michelle Weigold · CC BY-SA 4.0
Manx Katze mit rotem Fell und kurzem Stummelschwanz sitzt auf einer Sofalehne und schaut aus dem Fenster
Manx zu HauseFoto: ThomasVenelli · CC BY 4.0

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M)
Gewicht
typisch 3,5 bis 5,5 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Kurzhaar, doppelt, mit dichter Unterwolle, Das doppelte Fell braucht regelmäßiges Bürsten. Die schwanzlose Anlage ist mit Wirbelsäulendefekten verknüpft, seriöse Zucht verpaart deshalb nie zwei schwanzlose Tiere.
Herkunft
Isle of Man
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
ausgeglichen energiegeladen (3 von 5, Tendenzwert)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5, Tendenzwert)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5, Tendenzwert)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Manx im Porträt

Die Manx stammt von der Isle of Man in der Irischen See, wo eine spontane Genmutation schon seit Jahrhunderten für schwanzlose oder stummelschwänzige Katzen sorgt. Seit der Gründung der FIFe 1949 gehört die Rasse zu den anerkannten Kurzhaarkatzen, auch wenn ihre Zucht in Deutschland fachlich umstritten ist. Im Wesen gilt die Manx als verspielt, anhänglich und auffallend menschenbezogen, manche Beschreibungen nennen sie geradezu hundeähnlich: Sie apportiert gern, lernt Kunststücke und sucht die Nähe der Familie, auch zu Kindern und anderen Haustieren ist sie meist unkompliziert. Durch den fehlenden oder verkürzten Schwanz bewegt sie sich mit einem eigentümlichen, hoppelnden Gang, der an ein Kaninchen erinnert, und ihr Gleichgewichtssinn beim Klettern ist im Schnitt weniger ausgeprägt als bei langschwänzigen Katzen. Im Alltag freut sich die Manx über aktives Spiel und Beschäftigung, sollte aber nicht regelmäßig über viele Stunden allein bleiben. Kletterhilfen dürfen ruhig vorhanden sein, sollten aber nicht auf artistische Sprünge ausgelegt sein. Das dichte Doppelfell braucht regelmäßiges Bürsten, besonders im Fellwechsel. Gesundheitlich ist die Schwanzlosigkeit der zentrale Punkt: Das verantwortliche Gen ist mit einem Letalfaktor gekoppelt, reinerbige Embryonen sterben bereits vor der Geburt, deshalb verpaaren seriöse Züchter nie zwei schwanzlose Tiere miteinander. Bei einem Teil der lebend geborenen Tiere führt dieselbe genetische Anlage zum sogenannten Manx-Syndrom mit Fehlbildungen der Wirbelsäule, die Inkontinenz, Verstopfung oder Lähmungserscheinungen nach sich ziehen können. Ein Gutachten zu Paragraf 11b Tierschutzgesetz stuft die Rasse deshalb als Qualzucht ein, auch wenn es anders als bei der Scottish Fold kein pauschales deutsches Zuchtverbot gibt. Die Manx passt zu Menschen, die eine verspielte, gesellige Katze suchen und bereit sind, sich mit Zuchtlinie und Gesundheitszeugnissen genau auseinanderzusetzen, im Zweifel auch mit einer Vermittlung über den Tierschutz. Für alle, die eine unbelastete Katze ohne diese gesundheitliche Vorgeschichte wollen, ist diese Rasse nicht die erste Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Seriöse Zucht verpaart nie zwei schwanzlose Manx miteinander, weil die reinerbige Kombination schon vor der Geburt tödlich ist: Frag nach der Zuchtlinie oder erwäge eine Vermittlung über den Tierschutz.
  • Auf Symptome wie einen veränderten Gang, Inkontinenz oder Verstopfung solltest du achten und sie tierärztlich abklären lassen, sie können auf das Manx-Syndrom hindeuten.
  • Kletterangebote dürfen vorhanden sein, sollten aber wegen des schwächeren Gleichgewichtssinns nicht auf waghalsige Sprünge ausgelegt sein.
  • Das dichte Doppelfell braucht regelmäßiges Bürsten, vor allem im Fellwechsel.
  • Lange Zeiten allein passen schlecht zu dieser geselligen, menschenbezogenen Rasse.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Manx-Syndrom mit Fehlbildungen der Wirbelsäule, unter anderem Spina bifida, das zu Inkontinenz oder Lähmungserscheinungen führen kann
  • Letalfaktor bei reinerbiger Schwanzlosigkeit, betroffene Embryonen sterben bereits vor der Geburt
  • Megakolon durch Nervenschäden im Dickdarm mit chronischer Verstopfung
  • Arthrose in den verbliebenen Schwanzwirbeln bei stummelschwänzigen Tieren
  • Hornhautdystrophie, eine angeborene Augenerkrankung, die meist ab einem Alter von etwa vier Monaten sichtbar wird

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Manx hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

Eine Rasse, mehrere Größen

Diese Hunde sind Größenvarietäten derselben Rasse. Gleicher Standard, eigener Alltag: Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe und damit in Platzbedarf, Kraft und Handling.

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