Manx
auch bekannt als Manxkatze
Isle of ManKurzhaarKategorie III


Steckbrief
- Gewicht
- typisch 3,5 bis 5,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Kurzhaar, doppelt, mit dichter UnterwolleDas doppelte Fell braucht regelmäßiges Bürsten. Die schwanzlose Anlage ist mit Wirbelsäulendefekten verknüpft, seriöse Zucht verpaart deshalb nie zwei schwanzlose Tiere.
- Herkunft
- Isle of Man
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung MAN.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- ausgeglichen, spielt gern in Runden (3 von 5, Tendenzwert)
- Nähe zum Menschen
- sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5, Tendenzwert)
- Gesprächigkeit
- meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5, Tendenzwert)
- Artgenossen
- gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5, Tendenzwert)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Für Einsteiger
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Fell im Haus
- haart mäßig (3 von 5)
Der Charakter: Manx im Porträt
Die Manx stammt von der Isle of Man in der Irischen See, wo eine spontane Genmutation schon seit Jahrhunderten für schwanzlose oder stummelschwänzige Katzen sorgt. Seit der Gründung der FIFe 1949 gehört die Rasse zu den anerkannten Kurzhaarkatzen, auch wenn ihre Zucht in Deutschland fachlich umstritten ist.
Im Wesen gilt die Manx als verspielt, anhänglich und auffallend menschenbezogen, manche Beschreibungen nennen sie geradezu hundeähnlich: Sie apportiert gern, lernt Kunststücke und sucht die Nähe der Familie, auch zu Kindern und anderen Haustieren ist sie meist unkompliziert. Durch den fehlenden oder verkürzten Schwanz bewegt sie sich mit einem eigentümlichen, hoppelnden Gang, der an ein Kaninchen erinnert, und ihr Gleichgewichtssinn beim Klettern ist im Schnitt weniger ausgeprägt als bei langschwänzigen Katzen.
Im Alltag freut sich die Manx über aktives Spiel und Beschäftigung, sollte aber nicht regelmäßig über viele Stunden allein bleiben. Kletterhilfen dürfen ruhig vorhanden sein, sollten aber nicht auf artistische Sprünge ausgelegt sein. Das dichte Doppelfell braucht regelmäßiges Bürsten, besonders im Fellwechsel.
Gesundheitlich ist die Schwanzlosigkeit der zentrale Punkt: Das verantwortliche Gen ist mit einem Letalfaktor gekoppelt, reinerbige Embryonen sterben bereits vor der Geburt, deshalb verpaaren seriöse Züchter nie zwei schwanzlose Tiere miteinander. Bei einem Teil der lebend geborenen Tiere führt dieselbe genetische Anlage zum sogenannten Manx-Syndrom mit Fehlbildungen der Wirbelsäule, die Inkontinenz, Verstopfung oder Lähmungserscheinungen nach sich ziehen können. Ein Gutachten zu Paragraf 11b Tierschutzgesetz stuft die Rasse deshalb als Qualzucht ein, auch wenn es anders als bei der Scottish Fold kein pauschales deutsches Zuchtverbot gibt.
Die Manx passt zu Menschen, die eine verspielte, gesellige Katze suchen und bereit sind, sich mit Zuchtlinie und Gesundheitszeugnissen genau auseinanderzusetzen, im Zweifel auch mit einer Vermittlung über den Tierschutz. Für alle, die eine unbelastete Katze ohne diese gesundheitliche Vorgeschichte wollen, ist diese Rasse nicht die erste Wahl.
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