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Lele

Cymric

Verschmuster Wuschel mit hoppelndem Gang

auch bekannt als Manx Langhaar, Langhaar-Manx, Longhair Manx

mittelgroß (M)Isle of Man

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M)
Gewicht
typisch 3 bis 6 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Halblanghaar, dichtes Doppelfell mit seidigem Deckhaar und weicher Unterwolle, von den Schultern zur Kruppe länger werdend, mit Kragen und Pluderhosen, Drei bis vier Bürstgänge pro Woche halten Kragen und Hinterhosen offen, im Fellwechsel darf es öfter sein. Die Rasse trägt dieselbe Schwanzlosigkeits-Anlage wie die Manx und gilt in Deutschland nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz als Qualzucht, seriöse Zucht verpaart deshalb nie zwei schwanzlose Tiere miteinander.
Herkunft
Isle of Man
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart stark (4 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Cymric im Porträt

Die Cymric ist die halblanghaarige Schwester der Manx. Beide stammen von der Isle of Man, wo eine spontane Genmutation schwanzlose Katzen hervorbrachte und der kleine Genpool der Insel sie festschrieb. Langhaarige Kitten fielen dort immer wieder, galten den Züchtern aber als Ausschuss. Erst als in den 1960er Jahren in Kanada solche Tiere gezielt weitergezüchtet wurden, wuchs daraus eine eigene Rasse. Der Name spielt auf Cymru an, den walisischen Namen für Wales, obwohl die Rasse mit Wales nichts zu tun hat. Die FIFe führt sie seit 2006 als CYM in Kategorie 3, andere Verbände behandeln sie schlicht als Langhaar-Variante der Manx. Im Wesen gilt sie als aufgeweckt, neugierig und stark auf ihre Menschen bezogen. Sie mischt sich gern ein, lernt schnell und lässt sich für Clickertraining, Suchspiele oder Spaziergänge an der Leine begeistern. Viele Cymric haben eine Schwäche für Wasser. Weil die Hinterbeine länger sind als die Vorderbeine, wirkt ihr Gang hoppelnd, fast wie bei einem Kaninchen. Im Alltag braucht sie Beschäftigung, feste Spielzeiten und Gesellschaft. Stundenlanges Alleinsein passt schlecht zu ihr, eine zweite Katze federt das meist besser ab als jedes Spielzeug. Kletterangebote darfst du ihr machen, halte die Sprünge aber flach und baue Zwischenstufen ein: Der fehlende Schwanz nimmt ihr ein Stück Balance. Das halblange Doppelfell mit dem seidigen Deckhaar, der weichen Unterwolle, dem Kragen und den Pluderhosen will drei bis vier Mal pro Woche gebürstet werden, im Fellwechsel öfter. Kragen und Hinterhosen filzen zuerst. Gesundheitlich ist die Schwanzlosigkeit der wunde Punkt, und es ist derselbe wie bei der Manx. Das verantwortliche Gen wirkt reinerbig tödlich, solche Embryonen sterben im Mutterleib. Auch mischerbige Tiere können am Manx-Syndrom erkranken, mit verwachsenen oder fehlenden Wirbeln, offenem Rücken, Harn- und Kotinkontinenz oder Lähmungen der Hinterhand. Meist zeigt sich das in den ersten sechs Lebensmonaten. In Deutschland ordnet das Gutachten zu Paragraf 11b Tierschutzgesetz die Rasse deshalb als Qualzucht ein. Die Cymric passt zu Menschen, die Zeit, Geduld und einen sehr wachen Blick auf Gesundheit mitbringen und die bereit sind, ein Tier über den Tierschutz aufzunehmen statt eine Nachzucht zu bestellen. Wer eine unbeschwerte Katze ohne diese genetische Vorgeschichte sucht, ist bei einer anderen Rasse besser aufgehoben.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Die Zucht dieser Rasse fällt in Deutschland unter Paragraf 11b Tierschutzgesetz: Wenn du dich für eine Cymric entscheidest, führt der ehrliche Weg über den Tierschutz und nicht über eine bestellte Nachzucht.
  • Achte in den ersten sechs Lebensmonaten genau auf Gang, Kotabsatz und Harnabsatz und lass jede Auffälligkeit tierärztlich abklären, dann zeigt sich das Manx-Syndrom am ehesten.
  • Bürste das halblange Fell drei bis vier Mal pro Woche, im Fellwechsel öfter, sonst filzen Kragen und Hinterhosen als Erstes.
  • Baue Kletterwege flach und mit Zwischenstufen, denn ohne Schwanz fehlt der Cymric beim Landen ein Stück Balance.
  • Plane feste Spiel- und Trainingszeiten ein, Clickern und Suchspiele fordern diese wache Katze mehr als ein voller Spielzeugkorb.
  • Für lange Arbeitstage ist eine zweite Katze meist die bessere Antwort als ein Einzeltier, die Cymric hängt sehr an Gesellschaft.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Letalfaktor der Schwanzlosigkeit, reinerbige Embryonen sterben im Mutterleib, weshalb die Würfe klein bleiben
  • Manx-Syndrom mit Fehlbildungen der Wirbelsäule, darunter Spina bifida und Fehlbildungen des Kreuzbeins, bis hin zu Lähmungen der Hinterhand
  • Harninkontinenz und erschwerter Kotabsatz bis zum Megakolon, verursacht durch Nervenschäden im Bereich von Kreuzbein und Dickdarm
  • Arthrose in den verbliebenen Schwanzwirbeln stummelschwänziger Tiere, dazu eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Beckenbereich
  • Hornhautdystrophie, eine angeborene Veränderung der Hornhaut, die sich meist im ersten Lebensjahr zeigt

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Cymric hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

Eine Rasse, mehrere Größen

Diese Hunde sind Größenvarietäten derselben Rasse. Gleicher Standard, eigener Alltag: Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe und damit in Platzbedarf, Kraft und Handling.

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