Cymric
Verschmuster Wuschel mit hoppelndem Gang
auch bekannt als Manx Langhaar, Langhaar-Manx, Longhair Manx
Zucht-Hinweis
Die Cymric trägt dieselbe Schwanzlosigkeits-Mutation wie die Manx, nur mit halblangem Fell. Reinerbig wirkt diese Anlage tödlich, die Embryonen sterben im Mutterleib. Mischerbige Tiere können am Manx-Syndrom erkranken: Wirbel wachsen zusammen oder fehlen, der Rücken bleibt offen, Harn und Kot lassen sich nicht mehr steuern, die Hinterhand kann gelähmt sein. Das Gutachten zur Auslegung von Paragraf 11b Tierschutzgesetz zählt die Rasse deshalb zu den Qualzuchten, obwohl die FIFe sie seit 2006 unter dem Code CYM anerkennt.
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M)
- Gewicht
- typisch 3 bis 6 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanghaar, dichtes Doppelfell mit seidigem Deckhaar und weicher Unterwolle, von den Schultern zur Kruppe länger werdend, mit Kragen und Pluderhosen, Drei bis vier Bürstgänge pro Woche halten Kragen und Hinterhosen offen, im Fellwechsel darf es öfter sein. Die Rasse trägt dieselbe Schwanzlosigkeits-Anlage wie die Manx und gilt in Deutschland nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz als Qualzucht, seriöse Zucht verpaart deshalb nie zwei schwanzlose Tiere miteinander.
- Herkunft
- Isle of Man
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Cymric im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Die Zucht dieser Rasse fällt in Deutschland unter Paragraf 11b Tierschutzgesetz: Wenn du dich für eine Cymric entscheidest, führt der ehrliche Weg über den Tierschutz und nicht über eine bestellte Nachzucht.
- Achte in den ersten sechs Lebensmonaten genau auf Gang, Kotabsatz und Harnabsatz und lass jede Auffälligkeit tierärztlich abklären, dann zeigt sich das Manx-Syndrom am ehesten.
- Bürste das halblange Fell drei bis vier Mal pro Woche, im Fellwechsel öfter, sonst filzen Kragen und Hinterhosen als Erstes.
- Baue Kletterwege flach und mit Zwischenstufen, denn ohne Schwanz fehlt der Cymric beim Landen ein Stück Balance.
- Plane feste Spiel- und Trainingszeiten ein, Clickern und Suchspiele fordern diese wache Katze mehr als ein voller Spielzeugkorb.
- Für lange Arbeitstage ist eine zweite Katze meist die bessere Antwort als ein Einzeltier, die Cymric hängt sehr an Gesellschaft.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Letalfaktor der Schwanzlosigkeit, reinerbige Embryonen sterben im Mutterleib, weshalb die Würfe klein bleiben
- Manx-Syndrom mit Fehlbildungen der Wirbelsäule, darunter Spina bifida und Fehlbildungen des Kreuzbeins, bis hin zu Lähmungen der Hinterhand
- Harninkontinenz und erschwerter Kotabsatz bis zum Megakolon, verursacht durch Nervenschäden im Bereich von Kreuzbein und Dickdarm
- Arthrose in den verbliebenen Schwanzwirbeln stummelschwänziger Tiere, dazu eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Beckenbereich
- Hornhautdystrophie, eine angeborene Veränderung der Hornhaut, die sich meist im ersten Lebensjahr zeigt
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Cymric hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
Eine Rasse, mehrere Größen
Diese Hunde sind Größenvarietäten derselben Rasse. Gleicher Standard, eigener Alltag: Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe und damit in Platzbedarf, Kraft und Handling.
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