Mallorca-Dogge
Ruhiger Wächter mit fester Hand und klarer Linie
auch bekannt als Ca de Bou, Perro Dogo Mallorquin, Perro de Presa Mallorquin
Regionale Haltungsregeln
Prüfe vor der Anschaffung die Regeln an deinem Wohnort.
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 52 bis 58 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 30 bis 38 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 2 Welpen
- Fell
- Kurzhaar, rau im Griff, Kurzes, raues Haar ist pflegeleicht, gelegentliches Bürsten reicht meist aus.
- Herkunft
- Spanien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 249
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Mallorca-Dogge im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Nur für Halter mit Vorerfahrung bei kraftvollen Wach- und Schutzhundrassen geeignet, konsequente, gewaltfreie Führung ist Pflicht.
- Frühe und breite Sozialisierung mit fremden Menschen und Hunden ist wegen der ausgeprägten Reserviertheit gegenüber Fremden zentral.
- Vor der Anschaffung die Landeshundeverordnung des eigenen Bundeslands prüfen, Einstufung und Auflagen für große Molosser unterscheiden sich regional.
- Wegen der tiefen Brust auf ruhige Fütterung achten, keine intensive Bewegung direkt nach dem Fressen wegen Magendrehungsrisiko.
- Als sehr seltene Rasse in Deutschland mit langen Wartelisten oder Import aus Spanien rechnen, Zuchtstätte sorgfältig auf Gesundheitschecks der Elterntiere prüfen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Erhöhtes Magendrehungsrisiko durch die tiefe, zylindrische Brust, wie bei vielen großen, tiefbrüstigen Rassen (Tendenzaussage aus dem Körperbau, keine belegte Rassestatistik).
- Hüftgelenksprobleme sind bei großen, schweren Molossern generell häufiger, rassespezifische Zahlen für die Mallorca-Dogge liegen nicht vor.
- Die vom Standard erlaubte leichte Wamme und die tief eingesetzten Augen können Lidfehlstellungen begünstigen, auch das als Tendenz aus dem Körperbau, nicht als belegter Rassebefund.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Mallorca-Dogge hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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