Kanadischer Eskimohund
Urtümlicher Schlittenhund mit eigenem Kopf
auch bekannt als Canadian Eskimo Dog, Canadian Inuit Dog

Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 50 bis 70 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 18 bis 70 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Stockhaar, Dichtes Doppelfell mit hartem Deckhaar (7 bis 15 cm) und dichter Unterwolle, außerhalb des jährlichen Fellwechsels im Spätsommer pflegeleicht, während des Wechsels tägliches Bürsten nötig.
- Herkunft
- Kanada
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 211
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart sehr stark (5 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Kanadischer Eskimohund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Plane für den Kanadischen Eskimohund mehrere Stunden intensive Bewegung täglich ein, im Idealfall Zughundesport wie Skijöring oder Bikejöring, ein gewöhnlicher Spaziergang reicht bei dieser Rasse nicht aus.
- Achte in den Sommermonaten auf schattige Rückzugsorte und meide Anstrengung in der Mittagshitze, die Rasse ist auf arktische Kälte gezüchtet und überhitzt schnell.
- Wegen des kräftigen Spiel- und Fresstriebs und der laut Standard geringeren Kinderorientierung ist die Rasse eher für Haushalte mit älteren Kindern oder ohne Kinder geeignet, ein sorgfältiges Probetreffen vorab ist sinnvoll.
- Vor der Anschaffung lohnt der Kontakt zu spezialisierten, meist nordamerikanischen Erhaltungszuchtprogrammen, da die Rasse mit geschätzt nur wenigen hundert reinrassigen Tieren weltweit als vom Aussterben bedroht gilt und in Europa kaum Züchter existieren.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hitzeempfindlichkeit und erhöhtes Überhitzungsrisiko als arktische Ursprungsrasse mit dichtem Doppelfell, besonders relevant im mitteleuropäischen Sommer.
- Geringe genetische Vielfalt durch eine 2008 auf nur rund 300 reinrassige Tiere geschätzte Weltpopulation, was das Risiko erblich bedingter Probleme in einzelnen Linien erhöhen kann.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Kanadischer Eskimohund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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