Japanischer Terrier
Flinker Charmeur im Miniformat, in Deutschland eine Rarität
auch bekannt als Nihon Teria, Nippon Terrier, Mikado Terrier

Steckbrief
- Größe
- sehr klein (XS), 30 bis 33 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 2,2 bis 4,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 6 Welpen
- Fell
- Kurzhaar, Das Fell ist mit rund 2 Millimetern Länge extrem kurz, glatt und glänzend. Ein feuchtes Tuch oder eine weiche Bürste ab und zu reicht, aufwendige Fellpflege entfällt praktisch komplett.
- Herkunft
- Japan
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 259
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5, Tendenzwert)
Der Charakter: Japanischer Terrier im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Wegen der extremen Seltenheit in Deutschland vor der Anschaffung realistisch mit Wartezeiten von vielen Monaten bis Jahren oder einem Import aus Japan rechnen, inklusive Einreisebestimmungen und Transportplanung.
- Das sehr kurze, dünne Fell bietet kaum Kälteschutz: bei nasskaltem Wetter und im Winter einen Hundemantel einplanen, vor allem für kleine, dünn bemuskelte Individuen.
- Kleine, flinke Hunde dieser Statur profitieren von frühem, konsequentem Welpentraining und guter Sozialisierung, da belastbare Zuchtlinien-Erfahrung in Deutschland kaum vorhanden ist und Verhaltensrückmeldungen individuell eingeholt werden müssen.
- Da rassespezifische Gesundheitsdaten kaum verfügbar sind, empfiehlt sich vor dem Kauf ein ausführliches Gespräch mit dem Züchter über bekannte Vorerkrankungen in der Blutlinie sowie eine tierärztliche Eingangsuntersuchung nach der Übernahme.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Wie bei vielen kleinen Terrierrassen mit leichtem Knochenbau kann eine Neigung zu Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung) bestehen, belastbare rassespezifische Zahlen fehlen bislang.
- Das sehr kurze, dünne Fell bietet wenig Isolation, was die Kälteempfindlichkeit erhöht und bei Wind und Nässe zusätzlichen Schutz nötig macht.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Japanischer Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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