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Lele

Irischer Soft Coated Wheaten Terrier

Verspielter Ire mit weichem Fell und großem Herz

auch bekannt als Wheaten, Soft Coated Wheaten Terrier

mittelgroß (M)Irland
Irischer Soft Coated Wheaten Terrier im Porträt mit welligem, weizenfarbenem Fell im Schnee
Irischer Soft Coated Wheaten Terrier im PorträtFoto: Olivia Walsh · CC BY-SA 4.0

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M), 43 bis 48 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 14 bis 20,5 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5Keine VDH-Zucht in Deutschland, Bezug meist nur über Import
Fell
Einlagiges Wellhaar bis leicht gelocktes Haar, seidig, ohne Unterwolle, Haart kaum, verfilzt dafür ohne regelmäßiges Kämmen schnell und braucht alle vier bis sechs Wochen einen Trimm-Termin.
Herkunft
Irland
Anerkennung
FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 40

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
hoher Pflegeaufwand (4 von 5)
Haaren
haart kaum (1 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
mittlerer Jagdtrieb (3 von 5)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: Irischer Soft Coated Wheaten Terrier im Porträt

Der Irische Soft Coated Wheaten Terrier stammt von irischen Kleinbauernhöfen, wo er Raubzeug fernhielt, bei der Arbeit auf dem Hof half und laut FCI Standard sogar bei der schwierigen Jagd auf Dachse und Otter eingesetzt wurde. Er gilt als einer der ältesten der vier irischen Terrierrassen, wurde aber erst 1937 vom Irischen Kennel Club offiziell anerkannt. Sein weiches, welliges bis leicht gelocktes Fell ohne Unterwolle gab ihm seinen Namen und unterscheidet ihn deutlich von den drahtigeren Fellen anderer irischer Terrier. Der FCI Standard beschreibt ihn als temperamentvoll und entschlossen, dabei gutmütig und seinem Menschen höchst zugetan und ergeben, dazu sehr intelligent. Zur Verteidigung bereit, aber ausdrücklich frei von Aggressivität, die klassische Terrier-Schärfe tritt bei ihm deutlich zurück. International ist er für sein stürmisches Begrüßungsritual bekannt, bei dem er gern hochspringt, um Gesichter abzulecken, ein Ausdruck seiner starken Menschenbezogenheit. Im Alltag ist der Wheaten aktiv, verspielt und lernwillig, wenn auch mit dem eigensinnigen Zug, der vielen Terriern eigen ist. Er braucht regelmäßige Bewegung und Beschäftigung, ohne dabei die Ausdauer klassischer Gebrauchshunde zu erreichen. Sein einlagiges Fell haart kaum, verfilzt dafür ohne konsequente Pflege schnell und muss mehrmals wöchentlich gekämmt sowie regelmäßig fachgerecht getrimmt werden, das kostet auf Dauer Zeit und Geld. Wegen seiner Terrier-Vergangenheit als Jäger auf Kleinwild lohnt sich ein früh und behutsam eingeübter Umgang mit Katzen und Kleintieren, eine Garantie für reibungsloses Zusammenleben gibt es dabei tendenziell nicht. Gesundheitlich ist die Rasse eng mit einer erblichen Kombination aus Protein verlierender Nephropathie und Enteropathie verbunden, bei der Nieren und Darm krankhaft Eiweiß verlieren. Verantwortungsvolle Zuchtstätten lassen ihre Zuchttiere regelmäßig darauf testen. Auch renale Dysplasie, entzündliche Darmerkrankungen und Haut beziehungsweise Futterunverträglichkeiten kommen vor. Eine britische Studie von 2024 ermittelte eine Lebenserwartung von rund 13,7 Jahren und damit etwas mehr als den Durchschnitt reinrassiger Hunde, wie bei den meisten Rassen bleibt Krebs im höheren Alter dennoch ein relevantes Gesundheitsthema. Der Wheaten passt gut zu aktiven Familien und Einzelpersonen, die Zeit für Fellpflege, Training und Sozialisierung mitbringen und seine anhängliche, kontaktfreudige Art zu schätzen wissen. Wer einen besonders pflegeleichten, sehr eigenständigen oder lange allein bleibenden Hund sucht, findet in ihm eher nicht den passenden Begleiter.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Das Wellhaar braucht mehrmals pro Woche Bürsten und Kämmen sowie alle vier bis sechs Wochen einen Termin beim Hundefriseur, das ist ein dauerhafter Zeit- und Kostenfaktor.
  • Beim Welpenkauf lohnt sich der Nachweis eines aktuellen Urin Protein Kreatinin Quotienten der Elterntiere, um das Risiko einer Protein verlierenden Nephropathie oder Enteropathie einzugrenzen.
  • Wegen des historischen Jagdauftrags auf Kleinwild sollte der Kontakt zu Katzen und Kleintieren früh, konsequent und zunächst unter Aufsicht trainiert werden.
  • Das stürmische Begrüßungsritual mit Hochspringen lässt sich schon im Welpenalter gezielt in ruhigeres Verhalten umlenken, das ist besonders wichtig bei Besuch von Kindern oder älteren Menschen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Protein verlierende Nephropathie und Enteropathie (PLN/PLE), eine für die Rasse charakteristische erbliche Kombination aus Eiweißverlust über Nieren und Darm
  • Renale Dysplasie
  • Entzündliche Darmerkrankungen (IBD nahe Krankheitsbilder)
  • Haut und Futterunverträglichkeiten

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Irischer Soft Coated Wheaten Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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