Irischer Glen of Imaal Terrier
Gelassener Terrier auf kurzen, kräftigen Beinen
auch bekannt als Glen, Glennie, Glen of Imaal Terrier, Wicklow Terrier

Zucht-Hinweis
Der Glen of Imaal Terrier ist eine chondrodystrophe (kurzbeinige) Rasse mit deutlich verkürzten, gebogenen Vorderläufen und langem Rücken. Das erhöht das Risiko für Bandscheibenprobleme, ähnlich wie beim Dackel. Interessenten sollten auf Übergewicht, Treppen und Sprünge achten und Züchter nach Rückengesundheit der Elterntiere fragen. Wie beim Dackel betrifft die Einstufung das Bandscheibenrisiko des kurzbeinigen Körperbaus, ein gesundes Tier bewegt sich im Alltag normal.
Steckbrief
- Größe
- klein (S), 31 bis 36 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 13 bis 16 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5Keine VDH-Zucht in Deutschland, Bezug meist nur über Import
- Fell
- Rauhaar, Das mittellange, rauhe Deckhaar mit weicher Unterwolle haart kaum, muss dafür aber alle paar Wochen gebürstet und zwei bis vier Mal im Jahr getrimmt (getrimmt bzw. gezupft, nicht geschoren) werden, sonst verfilzt es.
- Herkunft
- Irland
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 302
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Irischer Glen of Imaal Terrier im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Der kurzbeinige, langgestreckte Körperbau (Achondroplasie) begünstigt Rückenprobleme; Treppen, Sofasprünge und Übergewicht sollten reduziert werden, ähnlich wie beim Dackel.
- Vor dem Kauf lohnt ein Gentest auf progressive Retinaatrophie (PRA, Variante crd3), da diese Augenerkrankung in der Rasse bekannt ist.
- Der ausgeprägte Jagd und Beutetrieb macht ein sicher eingezäuntes Grundstück und ein solides Rückruftraining wichtig, freies Laufen an unübersichtlichen Orten ist riskant.
- Wegen der dünnen Zuchtbasis in Deutschland ist meist ein Import nötig; auf Gesundheitschecks der Elterntiere (Augen, Hüfte) beim Züchter im Ausland achten und Wartezeiten einplanen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Progressive Retinaatrophie (PRA, Variante crd3), ein Gentest ist verfügbar und wird von seriösen Züchtern genutzt.
- Tendenziell erhöhtes Risiko für Rückenprobleme durch den kurzbeinigen, chondrodystrophen Körperbau, vergleichbar mit anderen kurzläufigen Rassen.
- Hautreizungen und Allergien, vor allem an den Pfoten, werden in der Rasse beschrieben.
- Wachstumsfugenverletzungen bei Junghunden durch die vorderlastige, kräftige Statur sind möglich, weshalb Welpen nicht überlastet werden sollten.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Irischer Glen of Imaal Terrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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