Grosser Schweizer Sennenhund
Gutmütiger Riese mit wachem Auge
auch bekannt als Greater Swiss Mountain Dog, Grand Bouvier Suisse
Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 60 bis 72 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 36 bis 64 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 134 Welpen
- Fell
- Stockhaar, Kurzes, pflegeleichtes Stockhaar mit dichter Unterwolle. Im Fellwechsel hilft regelmäßiges Bürsten gegen die lose Unterwolle.
- Herkunft
- Schweiz
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 58
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Grosser Schweizer Sennenhund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Platz einplanen: Der VDH beschreibt ihn ausdrücklich nicht als Wohnungshund für die zweite Etage aufwärts. Ideal sind Haus oder Erdgeschoss mit Garten, dazu ein Auto und ein Zuhause, in dem ein sehr großer Hund wirklich Platz hat. Futter-, Tierarzt- und Ausstattungskosten liegen deutlich über denen kleiner Rassen.
- Beim Züchter gezielt nach den Auswertungen für Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED) und OCD der Elterntiere fragen: Der Zuchtverein SSV verlangt entsprechende Röntgenuntersuchungen und schließt betroffene Hunde von der Zucht aus. Auch nach Epilepsie in der Linie fragen.
- Junghund schonen: Die Rasse wächst lange und reift spät. Im ersten Lebensjahr Treppen, Sprünge und lange Strecken stark dosieren, Zughundesport erst nach der körperlichen Ausreifung beginnen.
- Magendrehungs-Risiko wie bei vielen großen, tiefbrüstigen Rassen ernst nehmen: mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag füttern, nach dem Fressen Ruhe halten und die Symptome (unproduktives Würgen, aufgeblähter Bauch) kennen, denn im Ernstfall zählt jede Stunde.
- Wachtrieb aktiv managen: Er meldet Besucher und Ungewohntes zuverlässig. Von Anfang an trainieren, dass Melden reicht, und ihm bei Besuch klare Rituale geben, sonst übernimmt er die Türkontrolle selbst.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt in der Rasse vor und wird vom Zuchtverein per Röntgenauswertung und Zuchtwertschätzung überwacht
- Ellenbogendysplasie (ED) und Osteochondrosis dissecans (OCD) sind rassebezogen dokumentiert; der SSV verlangt Röntgenbefunde und schließt betroffene Hunde von der Zucht aus
- Magendrehung: als große, tiefbrüstige Rasse erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche Magendrehung
- Idiopathische Epilepsie kommt in der Rasse selten vor und wird vom Zuchtverein wissenschaftlich begleitet bekämpft
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Grosser Schweizer Sennenhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Die Preise stammen aus Verkaufsportalen, nicht aus der Vereinszucht. Nimm die Spanne als groben Anhalt und vergleiche mehrere Züchter.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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