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Lele

Fox Terrier (Glatthaar)

Wachsamer Jäger mit sportlichem Elan

auch bekannt als Smooth Fox Terrier

klein (S)Grossbritannien
Fox Terrier Glatthaar steht aufmerksam in einer Wiese mit Krokussen.
Fox Terrier (Glatthaar) unterwegsFoto: Fiszka · CC BY-SA 4.0
Fox Terrier Glatthaar liegt entspannt zuhause und schaut aufmerksam zur Seite.
Fox Terrier (Glatthaar) zu HauseFoto: Fiszka · CC BY-SA 4.0

Steckbrief

Größe
klein (S), 36 bis 39 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 7 bis 8 kg
Lebenserwartung
typisch 13 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 158 Welpen
Fell
Kurzhaar, glatt und hart anliegend, Das kurze, harte Fell braucht kein Trimmen oder Scheren, regelmäßiges Bürsten reicht völlig aus.
Herkunft
Grossbritannien
Anerkennung
FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 12

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht viel Bewegung (4 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Wach- und Schutztrieb
mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5)
Jagdtrieb
sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
Anfänger-Eignung
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Der Charakter: Fox Terrier (Glatthaar) im Porträt

Der Fox Terrier Glatthaar stammt aus dem England des 19. Jahrhunderts und wurde gezielt gezüchtet, um Füchse aus ihrem Bau zu treiben, dazu Ratten und Kaninchen zu jagen. Der Zuchtstandard wurde bereits 1876 festgelegt, in den 1880er Jahren kam die Rasse auch nach Deutschland. Von diesem Ursprung als kompromissloser Erdhund ist im heutigen Fox Terrier noch viel übrig: Er bewegt sich schnell, denkt eigenständig und lässt sich von einer einmal gefassten Fährte nur schwer abbringen. Der FCI Standard beschreibt ihn als aktiv und lebhaft, mit wachsamem Ausdruck und stets gespannt vor Erwartung, dabei freundlich, aufgeschlossen und furchtlos. Das trifft es gut: Fremden begegnet er meist offen, gegenüber fremden Hunden kann er durchaus Temperament zeigen, besonders im Zusammenleben mit einem zweiten Rüden. Sein Jagdtrieb ist ausgeprägt und historisch klar belegt, er wurde gezielt gegen Füchse, Ratten und Hasen eingesetzt: Kleintiere oder Katzen im selben Zuhause sollten Halterinnen und Halter deshalb nicht als selbstverständlich verträglich einplanen, ein Kennenlernen unter kontrollierten Bedingungen ist Pflicht. Im Alltag braucht der Fox Terrier klare, konsequente Führung und reichlich Bewegung, am liebsten mit Kopfarbeit: Fährtenspiele, Suchspiele oder kontrolliertes Buddeln lasten ihn sinnvoll aus, reines Spazierengehen wird ihm schnell langweilig. Das glatte, harte Fell ist pflegeleicht, gelegentliches Bürsten genügt. Früher wurde die Rute routinemäßig kupiert, in Deutschland ist das heute gesetzlich verboten, moderne Fox Terrier tragen ihre Rute unkupiert, was der aktuelle Standard ausdrücklich vorsieht. Gesundheitlich gilt der Fox Terrier als robuste, eher langlebige Rasse mit einer Lebenserwartung von häufig 13 bis 15 Jahren. In der Zucht sind aber Augenerkrankungen wie grauer Star sowie die erblich bedingte Muskelerkrankung Myasthenia gravis dokumentiert, ein Nachweis unauffälliger Elterntiere lohnt sich bei der Züchterwahl. Der Fox Terrier passt zu aktiven Menschen mit Terrier-Erfahrung, Humor für einen eigenwilligen Charakter und Freude an gemeinsamer Beschäftigung draußen. Für ruhige Haushalte, ein Zusammenleben mit Katzen ohne Eingewöhnungsphase oder Menschen, die einen von Natur aus fügsamen Anfängerhund suchen, ist er dagegen eher nicht die richtige Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Plane mindestens 60 bis 90 Minuten aktive Beschäftigung pro Tag ein, reines Gassigehen allein reicht dem Fox Terrier nicht aus.
  • Ein Zusammenleben mit Katzen oder Kleintieren gehört nur nach einem begleiteten, schrittweisen Kennenlernen in Betracht, der ausgeprägte Jagdtrieb ist rassetypisch und keine reine Erziehungsfrage.
  • Frag beim Züchter nach Voruntersuchungen auf grauen Star und nach der familiären Vorgeschichte zu Myasthenia gravis, beide Dispositionen sind bei der Rasse dokumentiert.
  • Bei zwei gleichgeschlechtlichen Terriern im selben Haushalt lohnt sich vorab eine ehrliche Einschätzung zur Verträglichkeit, Rivalität unter Terriern ist bei dieser Rasse keine Seltenheit.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Erblich bedingte Myasthenia gravis (Muskelschwäche-Erkrankung) ist in der Rasse dokumentiert.
  • Grauer Star (Katarakt) tritt bei Fox Terriern häufiger auf als im Rassedurchschnitt.
  • Neigung zu Allergien ist beim Fox Terrier beschrieben.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Fox Terrier (Glatthaar) hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Die verfügbaren Angaben stammen von 2015 oder früher, also aus der Zeit vor dem Welpenboom 2020/21. Nimm die Spanne als groben Anhalt und frag beim Zuchtverein nach aktuellen Preisen.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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