Finnischer Lapphund
Ruhiger Nordlicht Begleiter mit wachem Kopf
auch bekannt als Lapphund, Suomenlapinkoira, Lapinkoira, Finnish Lapponian Dog
Steckbrief
- Größe
- mittelgroß (M), 41 bis 52 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 15 bis 25 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 73 Welpen
- Fell
- Dichtes, langes Stockhaar mit üppiger Mähne bei Rüden, Wöchentliches Bürsten reicht meist, im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst kann tägliches Bürsten nötig sein, damit die dichte Unterwolle nicht verfilzt.
- Herkunft
- Finnland
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 189
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Finnischer Lapphund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Fellpflege einplanen: wöchentliches Bürsten reicht meist, im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst kann tägliches Bürsten nötig sein, damit sich die dichte Unterwolle nicht verfilzt.
- Bei Sommerhitze Spaziergänge in die kühlen Morgen- und Abendstunden legen und immer Schatten und Wasser bereitstellen, das dichte Fell macht die Rasse hitzeempfindlicher als kurzhaarige Hunde.
- Täglich rund 1 bis 1,5 Stunden Bewegung plus Kopfarbeit einplanen, etwa Obedience, Agility oder Hüteanlagentests, sonst neigt der lernwillige Hund zu Unterforderung.
- Vor dem Kauf beim Züchter Gentests auf PRA und Morbus Pompe sowie eine HD Auswertung der Elterntiere verlangen, da diese Erbkrankheiten bei der Rasse dokumentiert sind.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Progressive Retinaatrophie (PRA, prcd Form): erblich bedingte, meist spät einsetzende Netzhauterkrankung, die zur Erblindung führen kann, Gentest verfügbar.
- Katarakt (Grauer Star): bei finnischen Zuchthunden mit einer Häufigkeit von rund 3,4 Prozent dokumentiert, Erblichkeit wird angenommen.
- Morbus Pompe (Glykogenspeicherkrankheit Typ II): seltene, aber bei der Rasse beschriebene Stoffwechselerkrankung, Gentest verfügbar.
- Degenerative Myelopathie, Epilepsie, Hüftgelenksdysplasie und Hypothyreose sind bei der Rasse ebenfalls beschrieben und sollten in der Zuchtauswahl berücksichtigt werden.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Finnischer Lapphund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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