Deutscher Jagdterrier
Furchtloser Jagdprofi im Kleinformat
auch bekannt als DJT, Jagdterrier, German Hunting Terrier

Steckbrief
- Größe
- klein (S), 33 bis 40 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 7,5 bis 10 kg
- Lebenserwartung
- typisch 14 bis 16 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 514 Welpen
- Fell
- Rauhaar oder Glatthaar, Das harte, dichte Fell ist pflegeleicht: regelmäßiges Bürsten genügt, beim Rauhaar gelegentlich Trimmen.
- Herkunft
- Deutschland
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 3 (Terrier), Standard Nr. 103
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- verträgt sich selten mit anderen Hunden (1 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- verträgt sich selten mit Katzen (1 von 5)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Deutscher Jagdterrier im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Die Rasse wird fast ausschließlich über die jagdliche Leistungszucht abgegeben; viele Züchter im Deutschen Jagdterrier-Club geben Welpen bevorzugt an Jägerinnen und Jäger ab. Kläre vor der Anfrage ehrlich, ob eine jagdliche oder vergleichbar intensive Verwendung bei dir realistisch ist.
- Plane täglich 2 bis 3 Stunden Bewegung plus geistige Auslastung ein: Fährtenarbeit, Dummytraining oder anspruchsvoller Hundesport. Reine Spaziergänge unterfordern diesen Arbeitshund fast immer.
- Wegen des sehr starken Jagdtriebs ist Freilauf in wildreichen Gebieten oft nicht möglich: Schleppleinentraining und ein exzellent aufgebauter Rückruf sind lebenslange Themen. Das Zusammenleben mit Katzen und Kleintieren gelingt nur selten.
- Frag beim Züchter nach dem Gentest auf primäre Linsenluxation (PLL, ADAMTS17-Mutation): Seriöse Zuchtstätten testen die Elterntiere und legen die Befunde offen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Primäre Linsenluxation (PLL): erblich bedingte Verlagerung der Augenlinse durch eine ADAMTS17-Mutation, tritt meist zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr auf; ein Gentest für Zuchttiere ist verfügbar.
- Sekundäres Glaukom als mögliche Folge einer Linsenluxation: schmerzhaft und unbehandelt bis zur Erblindung fortschreitend, ein gerötetes, trübes oder schmerzendes Auge ist ein Notfall.
- Hyperurikosurie (HUU): erblich erhöhte Harnsäureausscheidung mit Neigung zu Harnsteinen; bei Rüden können diese Steine unbehandelt einen lebensbedrohlichen Harnverhalt auslösen. Auch hierfür existiert ein Gentest.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Deutscher Jagdterrier hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Der Zuchtverein vermittelt Welpen dieser Rasse nur an Jägerinnen und Jäger mit Nachweis.
Der Deutsche Jagdterrier-Club sagt selbst, dass seine Zuchtstätten nur an Menschen abgeben, die aktiv jagen. Ohne Jagdschein bekommst du hier keinen Welpen.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Die Quellen nennen deutlich unterschiedliche Preise. Nimm die Spanne als groben Rahmen und frag beim Zuchtverein nach.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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