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Lele

Dänisch-Schwedischer Farmhund

Wachsamer Hofcharakter mit Terrier-Herz

auch bekannt als Dansky, Danski, Dansk-svensk Gårdshund, Danish-Swedish Farmdog

klein (S)Dänemark / Schweden
Dänisch-Schwedischer Farmhund sitzt aufmerksam in einem hellen Wohnzimmer, schwarz-weißes Fell mit lohfarbenen Abzeichen.
Dänisch-Schwedischer Farmhund zu HauseFoto: Kent Madsen · CC0 1.0
Dänisch-Schwedischer Farmhund sitzt auf hellem Holzboden und schaut aufmerksam zur Seite.
Dänisch-Schwedischer Farmhund zu HauseFoto: Kent Madsen · CC BY-SA 4.0

Steckbrief

Größe
klein (S), 30 bis 39 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 7 bis 12 kg
Lebenserwartung
typisch 11 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5Keine VDH-Zucht in Deutschland, Bezug meist nur über Import
Fell
Kurzhaar, Kurzes, glattes und hartes Fell, wöchentliches Bürsten reicht meist aus.
Herkunft
Dänemark / Schweden

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
Jagdtrieb
mittlerer Jagdtrieb (3 von 5)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: Dänisch-Schwedischer Farmhund im Porträt

Der Dänisch-Schwedische Farmhund stammt von den kleinen Gebrauchshunden dänischer und südschwedischer Bauernhöfe ab, wo er über Jahrhunderte als Rattenfänger, Wachhund und Alltagsbegleiter arbeitete. Erst 1987 wurde die Rasse offiziell anerkannt, die endgültige FCI-Bestätigung folgte 2019, nachdem der Bestand in den 1980er Jahren fast verschwunden war. Diese Geschichte prägt den Hund bis heute: er ist ein robuster, unkomplizierter Arbeitshund vom Hof, kein herausgezüchteter Ausstellungstyp. Der FCI-Standard beschreibt das Wesen als aufgeweckt, aufmerksam und lebhaft, dazu einen kompakten, kleinen Körper mit kräftiger Substanz. In der Praxis zeigt sich das als wacher, gut erziehbarer Begleiter, der seinem Zuhause treu bleibt und wenig zum Streunen neigt. Fremden gegenüber ist er meist freundlich interessiert, meldet aber zuverlässig, was um ihn herum passiert, das Melden gehört zu seinen ursprünglichen Aufgaben. Im Alltag braucht der Farmhund moderate, aber regelmäßige Beschäftigung: Spaziergänge, kleine Nasenarbeit-Spiele und geistige Auslastung halten ihn zufrieden, ausufernde Sportprogramme sind nicht nötig. Das kurze, glatte Fell ist pflegeleicht, gelegentliches Bürsten reicht. Wegen seines Rattenfänger-Erbes kann der Beutetrieb gegenüber Kleintieren ausgeprägt sein, das lohnt sich beim Zusammenleben mit Katzen oder Nagern im Blick zu behalten. In Deutschland ist die Rasse nach wie vor selten, Züchter sind rar gesät und Welpen oft nur mit längerer Wartezeit oder über den skandinavischen Raum zu bekommen. Wer sich auf diesen Weg einlässt, sollte Geduld mitbringen und im Zweifel offen für einen Import sein. Zur Gesundheit gibt es bislang wenig belastbare rassespezifische Forschung, der Farmhund gilt in den Ursprungsländern aber allgemein als robust, konkrete Erblast-Zahlen oder eine dokumentierte häufigste Todesursache liegen derzeit nicht vor. Der Dänisch-Schwedische Farmhund passt gut zu aktiven Menschen, die einen kleinen, wachsamen und lernfreudigen Hund ohne extremen Pflegeaufwand suchen und Freude an einem Hund mit eigenem Charakter haben. Für reine Wohnungshaltung ohne Beschäftigung oder für Halter, die einen ruhigen Couchhund erwarten, ist er weniger geeignet.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Für Anfänger geeignet, die Zeit in Erziehung investieren: der Farmhund ist lernfreudig, aber kein Selbstläufer ohne konsequente, freundliche Führung.
  • Beutetrieb gegenüber Kleintieren ernst nehmen: Zusammenleben mit Katzen oder Nagern nur nach vorsichtigem, begleitetem Kennenlernen aufbauen.
  • Rasse in Deutschland sehr selten: plane Wartezeiten von mehreren Monaten bis über ein Jahr ein oder informiere dich früh über Züchter in Skandinavien.
  • Kurzes Fell braucht kaum Pflege, dafür sollte täglich Beschäftigung wie kurze Spaziergänge, Suchspiele oder Tricktraining eingeplant werden.

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Dänisch-Schwedischer Farmhund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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