Ciobănesc Românesc Corb
Wachsamer Hirtenhund mit tiefer Stimme und eigenem Kopf
auch bekannt als Corb, Rumänischer Corb-Hirtenhund, Rumänischer Rabenhirtenhund, Romanian Raven Shepherd Dog
Steckbrief
- Größe
- sehr groß (XL), 65 bis 80 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 40 bis 65 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 12 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Stockhaar, lang und rau mit dichter Unterwolle, Regelmäßiges Bürsten gegen Verfilzung, besonders an Mähne, Fransen und Hosen, dazu ein deutlicher Fellwechsel im Frühjahr und Herbst mit spürbar mehr Aufwand.
- Herkunft
- Rumänien
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 373
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- eher ruhig (2 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5, Tendenzwert)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt meist gut einige Stunden allein (4 von 5)
- Bellfreude
- bellt sehr häufig (5 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart stark (4 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- sehr zurückhaltend gegenüber Fremden (1 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Ciobănesc Românesc Corb im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Der Corb braucht ein eingezäuntes, großzügiges Grundstück statt Stadtwohnung; als reiner Wachhund ohne Herde oder Aufgabe wird er schnell unausgelastet und territorial.
- Frühe, breit angelegte Sozialisierung mit Besuchern, anderen Hunden und Alltagssituationen ist Pflicht, weil die natürliche Fremdenreserviertheit sonst in unkontrollierte Abwehr kippen kann.
- Wegen der dünnen Zuchtbasis in Deutschland vor dem Kauf gezielt nach Wesenstest, HD-Röntgen der Elterntiere und Herkunftsnachweisen fragen, Importwelpen brauchen zudem einen soliden Gesundheitscheck nach der Einreise.
- Vor der Anschaffung die Hundehalterregeln des jeweiligen Bundeslands beziehungsweise Kantons prüfen, da große, schutztriebstarke Rassen teils gesonderten Auflagen unterliegen können.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Erhöhtes Magendrehungs-Risiko: Die laut Standard tiefe, breite Brust ist bei großen Rassen ein anerkannter Risikofaktor, spezifische Fallzahlen für den Corb liegen aber nicht vor.
- Ohrentzündungen: Die hängenden, dicht am Kopf anliegenden Ohren können die Belüftung einschränken, eine Tendenz aus dem Körperbau, keine belegte Rassestatistik.
- Hüftdysplasie (HD): Wie bei den meisten großen, schnellwüchsigen Hütehunden ist ein Risiko anzunehmen, rassespezifische Studien fehlen jedoch bislang.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Ciobănesc Românesc Corb hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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