Castro-Laboreiro-Hund
Wachsamer Bergsteiger mit eigenem Kopf
auch bekannt als Cão de Castro Laboreiro


Steckbrief
- Größe
- groß (L), 55 bis 66 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 25 bis 40 kg
- Lebenserwartung
- typisch 10 bis 13 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- kaum zu bekommenStufe 1 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: kein Welpe in Deutschland gemeldet
- Fell
- Kurzhaar, Kurzes, dichtes Fell ohne Unterwolle, an Rute und Hosen deutlich buschiger. Regelmäßiges Bürsten reicht, aufwendige Fellpflege ist nicht nötig.
- Herkunft
- Portugal
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 2 (Pinscher, Schnauzer, Molosser), Standard Nr. 170
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt meist gut einige Stunden allein (4 von 5)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5, Tendenzwert)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- eingeschränkt verträglich mit anderen Hunden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5)
- Jagdtrieb
- geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Castro-Laboreiro-Hund im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Für erfahrene Halter mit Vorwissen in Herdenschutz oder große Wachhunderassen geeignet, klare und konsequente, aber gewaltfreie Führung ist wichtig.
- Ausreichend Auslauf und Rückzugsraum einplanen, ein sicher eingezäunter Garten ist sinnvoll, reine Stadtwohnung passt nicht gut zum Naturell.
- Sozialisierung mit Fremden und anderen Hunden von klein auf konsequent üben, da die Rasse von Natur aus zurückhaltend bis misstrauisch reagiert.
- Wegen der extremen Seltenheit in Deutschland vor der Anschaffung realistisch mit langen Wartezeiten oder einem Import aus Portugal rechnen und Papiere sowie Gesundheitschecks der Zuchtlinie genau prüfen.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Die hängenden, mittelgroßen Ohren begünstigen tendenziell Ohrentzündungen, regelmäßige Kontrolle ist sinnvoll.
- Als großer, tiefbrüstiger Hund besteht bei dieser Rasse wie bei vergleichbaren Molossern tendenziell ein erhöhtes Risiko für Magendrehung, mehrere kleine Mahlzeiten statt einer großen gelten als sinnvolle Vorsicht.
- Zu Hüftgelenken oder anderen orthopädischen Erkrankungen liegen keine belastbaren rassespezifischen Daten vor. Bei einer so großen, robusten Rasse ist wie bei vergleichbaren Landrassen Vorsicht bei zu schnellem Wachstum im Welpenalter ratsam.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Castro-Laboreiro-Hund hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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