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Lele

Englische Bulldogge

Gemütlicher Charmeur mit Kampfergesicht und weichem Kern

auch bekannt als Bulli, Englische Bulldogge, British Bulldog, Bulldog

mittelgroß (M)Großbritannien
Englische Bulldogge rennt verspielt durch die Brandung am Strand.
Englische Bulldogge unterwegsFoto: Justinrudd · CC BY-SA 3.0
Englische Bulldogge steht hechelnd mit heraushängender Zunge auf der Wiese.
Englische Bulldogge unterwegs
Englische Bulldogge schläft entspannt mit herausgestreckter Zunge auf der Decke.
Englische Bulldogge zu Hause

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M)
Gewicht
typisch 23 bis 25 kg
Lebenserwartung
typisch 6 bis 9 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
gut verfügbarStufe 4 von 5VDH 2024: 5 Welpen, aber einer der häufigsten Hunde im deutschen Stadtbild
Fell
Kurzhaar, Die Hautfalten im Gesicht und am Hals müssen regelmäßig, am besten mehrmals wöchentlich, gereinigt und getrocknet werden, sonst drohen Entzündungen. Das kurze Fell selbst ist unkompliziert.
Herkunft
Großbritannien

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
sehr ruhig, geringe Energie (1 von 5)
Bewegungsbedarf
genügt wenig Bewegung (1 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5)
Jagdtrieb
kaum Jagdtrieb (1 von 5)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: Englische Bulldogge im Porträt

Der Bulldog, oft Englische Bulldogge genannt, wurde ursprünglich für die Stierhetze gezüchtet und hat sich danach über Jahrzehnte der Zuchtwahl in einen ruhigen, tiefgestellten Begleithund verwandelt. Vom kämpferischen Vorfahren ist im Alltag fast nichts mehr übrig: Der FCI-Standard beschreibt ihn als aufmerksam, mutig und grimmig im Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen, und genau dieser Kontrast zwischen Faustkämpfer-Optik und anhänglichem Charakter macht seinen Ruf aus. Er hängt sehr an seinen Menschen, ist meist gelassen mit Fremden und selten aufdringlich laut. Im Alltag ist der Bulldog anspruchslos, was Auslastung angeht: Kurze, ruhige Spaziergänge reichen, ausgedehnte Läufe oder Anstrengung bei Wärme sind wegen seiner kurzen Nase riskant und sollten grundsätzlich vermieden werden. Die extreme Kopfform mit stark verkürztem Gesicht (Brachyzephalie) engt die oberen Atemwege ein, wodurch viele Tiere zeitlebens mit erschwerter Atmung, Schnarchen und eingeschränkter Hitzetoleranz leben, in britischen Erhebungen zählen Herzprobleme und Tumorerkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Auch Hüftprobleme kommen in der Rasse überdurchschnittlich häufig vor. Wer sich für einen Bulldog entscheidet, sollte einen Tierarzt in der Nähe kennen und beim Züchter gezielt nach gesundheitlich geprüften Elterntieren mit möglichst moderater Kopfform fragen. Die Fellpflege selbst ist unkompliziert, dafür verlangen die Hautfalten im Gesicht und am Hals regelmäßige Reinigung, sonst drohen Entzündungen. Der Bulldog passt gut zu Menschen, die einen ruhigen, häuslichen Begleiter ohne großen Bewegungsdrang suchen und bereit sind, laufende Gesundheitskosten und Klimakontrolle im Sommer einzuplanen. Für sportlich ambitionierte Halter oder Regionen mit heißen Sommern ohne Klimaanlage ist er dagegen keine gute Wahl, ebenso wenig für alle, die Wert auf eine unkomplizierte, kostengünstige Hundehaltung legen.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Spaziergänge bei Temperaturen über etwa 22 bis 25 Grad nur in den kühlen Morgen oder Abendstunden und ohne Anstrengung, ein Bulldog kann sich nicht ausreichend über Hecheln kühlen und überhitzt schnell.
  • Vor dem Kauf beim Züchter nach BOAS-Untersuchung (Brachyzephalic Obstructive Airway Syndrome) der Elterntiere fragen und auf möglichst offene Nasenlöcher sowie moderate Fellfalten achten, das senkt spätere OP- und Tierarztkosten spürbar.
  • Monatliches Budget für Tierarztbesuche und mögliche Operationen (Atemwege, Haut, Gelenke) fest einplanen, viele Zuchtlinien benötigen im Laufe des Lebens mindestens einen chirurgischen Eingriff.
  • Geburten verlaufen bei einem Großteil der Zuchttiere nur per Kaiserschnitt, das ist beim Thema Nachzucht und Tierwohl unbedingt vorher zu bedenken.
  • Treppen, langes Schwimmen und Autofahrten bei Hitze meiden, die kurze Nase und der kompakte Brustkorb erschweren Anstrengung in jeder Form.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Brachyzephales Obstruktives Atemwegssyndrom (BOAS) durch die stark verkürzte Nase, mit Schnarchen, Atemgeräuschen und eingeschränkter Hitzetoleranz bis hin zu akuter Atemnot
  • Herzerkrankungen zählen laut einer britischen Erhebung zu den häufigsten Todesursachen der Rasse
  • Tumorerkrankungen sind ebenfalls eine der häufigsten Todesursachen
  • Überdurchschnittlich häufige Hüftgelenksdysplasie
  • Haut- und Faltenentzündungen bei unzureichender Pflege der Gesichts- und Halsfalten
  • Die weit überwiegende Mehrheit der Geburten erfolgt aufgrund der Körperproportionen per Kaiserschnitt

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Englische Bulldogge hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Die Ratgeber liegen bei dieser Rasse weit auseinander, deshalb ist die Spanne breit. Frag beim Züchter nach den Untersuchungen der Elterntiere, vor allem zur Atmung.

Quellen: futalis, hundeo.com (2026), mein-haustier.de (2026). Von uns erhoben am 02.09.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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