Siberian Husky
Freundlicher Läufer mit Fernweh
auch bekannt als Husky
Steckbrief
- Größe
- groß (L), 50,5 bis 60 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 15,5 bis 28 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- gut verfügbarStufe 4 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 271 Welpen
- Fell
- Stockhaar
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 5 (Spitze und Urtypen), Standard Nr. 270
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5)
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Haaren
- haart sehr stark (5 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- sehr offen, begrüßt Fremde freudig (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- sehr verträglich, liebt Hundekontakt (5 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5)
- Jagdtrieb
- ausgeprägter Jagdtrieb (4 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Siberian Husky im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Braucht täglich deutlich mehr als eine Stunde echte Auslastung. Ideal kombiniert mit Zughundesport wie Canicross oder Bikejöring, denn reine Spaziergänge reichen im Durchschnitt nicht.
- Verträgt langes, regelmäßiges Alleinbleiben schlecht; als früherer Teamhund sucht er Anschluss. Abwesenheiten sollten schrittweise trainiert und eher kurz gehalten werden.
- Hoher Lauf- und Fluchttrieb: Nur ein sicher eingezäuntes Grundstück (auch nach unten und oben gesichert) verhindert erfolgreiches Buddeln oder Klettern; Freilauf ohne zuverlässigen Rückruf ist riskant.
- Fellpflege ist über weite Teile des Jahres unkompliziert, wird aber während des zweimal jährlichen Fellwechsels sehr aufwendig: Tägliches Bürsten über mehrere Wochen einplanen.
- Regelmäßige Augenuntersuchungen beim Zuchttier bzw. beim Welpenkauf erfragen, da erblich bedingte Augenerkrankungen wie PRA und Katarakt in der Rasse beschrieben sind.
- Als kälteangepasste Rasse verträgt er große Sommerhitze schlecht: Schattige, kühle Rückzugsorte und angepasste Bewegungszeiten sind bei Hitze wichtig.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Progressive Retinaatrophie (PRA) und juvenile/hereditäre Katarakt: erblich bedingte Augenerkrankungen, die in der Rasse beschrieben sind; Augenuntersuchung der Zuchttiere wird empfohlen.
- Zink-responsive Dermatose: rassetypisch eingeschränkte Zinkaufnahme aus dem Futter kann zu Hautveränderungen führen, meist über die Fütterung behandelbar.
- Hüftdysplasie (HD) kommt vor, die Rasse zählt im Vergleich zu anderen mittelgroßen Arbeitshunden aber eher zu den weniger stark betroffenen; HD-Röntgen vor der Zuchtzulassung ist dennoch üblich.
- Hornhautdystrophie: eine meist gutartige, rassetypisch häufiger beschriebene Trübung der Hornhaut, in der Regel ohne Beeinträchtigung des Sehvermögens.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Siberian Husky hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Für diese Rasse liegt ein Welpe beim seriösen Züchter meist zwischen 1.000 und 1.800 Euro.
Quellen: Fressnapf-Magazin (2020), zooplus-Magazin (2023). Von uns erhoben am 25.08.2026. Grob auf Hunderter gerundet. Einen amtlichen Preis gibt es nicht.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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