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Lele

Yorkipoo

Wachsamer Frechdachs im Kuschelformat

auch bekannt als Yorkiepoo, Yorkshire Terrier x Zwergpudel, Yorkiedoodle

klein (S)unbekannt, moderne VerpaarungHybridrasse
Yorkipoo mit welligem Fell in Grau und Beige steht aufmerksam auf einer grünen Wiese
Yorkipoo im Porträt

Steckbrief

Größe
klein (S), 15 bis 38 cm Schulterhöhe
Gewicht
typisch 2 bis 7 kg
Lebenserwartung
typisch 10 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Verfügbarkeit in Deutschland
mit SucheStufe 3 von 5Keine organisierte Zucht, Angebot über private Vermehrung
Fell
Weich, wellig bis lockig, meist lang, mehrmals wöchentlich bürsten, Schur alle sechs bis acht Wochen
Herkunft
unbekannt, moderne Verpaarung
Anerkennung
Hybridrasse, kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
lebhaft, viel Energie (4 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
Bellfreude
bellt häufig (4 von 5)
Pflegeaufwand
sehr hoher Pflegeaufwand (5 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Wach- und Schutztrieb
ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (4 von 5)
Jagdtrieb
geringer Jagdtrieb (2 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Der Charakter: Yorkipoo im Porträt

Der Yorkipoo ist eine moderne Kreuzung aus Yorkshire Terrier und Zwerg- oder Toypudel, die seit den 1990er Jahren vor allem in Nordamerika als kleiner, aufmerksamer Begleithund gezüchtet wird. Wie bei fast allen Designer Hunden gibt es keinen festgelegten Zuchtstandard und kein kontrollierendes Zuchtbuch: Fellstruktur, Größe und Wesen können von Wurf zu Wurf und sogar innerhalb eines Wurfs deutlich streuen, je nachdem welche Anteile der beiden Ausgangsrassen sich durchsetzen. Wer sich für einen Yorkipoo interessiert, lernt am besten beide Elterntiere kennen und achtet auf eine verantwortungsvolle Zucht mit Gesundheitschecks, statt sich allein auf allgemeine Rassebeschreibungen zu verlassen. Im Wesen vereint der Yorkipoo die Wachsamkeit und den kleinen Dickkopf des Yorkshire Terriers mit der Lernfreude und Verspieltheit des Pudels. Er ist meist lebhaft, anhänglich und sehr auf seine Menschen fixiert, dabei selbstbewusst und keineswegs zerbrechlich im Kopf. Fremden gegenüber zeigt er sich oft aufmerksam bis zurückhaltend und neigt dazu, Besuch lautstark anzukündigen. Konsequente, liebevolle Erziehung von Welpenbeinen an tut ihm gut, sonst setzt sich schnell die eigenwillige Terrier Seite durch. Im Alltag braucht der Yorkipoo trotz seiner geringen Größe mehr Bewegung und Kopfarbeit, als sein Kuschelformat vermuten lässt: mehrere kurze Spaziergänge, kleine Trainingseinheiten und Schnüffelspiele halten ihn ausgeglichen. Das wellige bis lockige Fell verfilzt leicht und will mehrmals pro Woche gebürstet sowie alle paar Wochen geschoren werden, dazu kommen regelmäßige Ohren- und Zahnkontrolle. Als reiner Wohnungshund fühlt er sich in der Regel wohl, sofern genug Beschäftigung stattfindet. Der Yorkipoo passt gut zu Menschen mit etwas Hundeerfahrung, die einen kleinen, gesprächigen Begleiter für Wohnung und Alltag suchen und Zeit für Fellpflege und Training mitbringen. Für sehr kleine Kinder eignet er sich wegen seiner Zerbrechlichkeit und seines Dickkopfs eher weniger, ebenso für Halter, die einen ruhigen, pflegeleichten Couchhund erwarten. Vor dem Kauf lohnt sich immer ein persönliches Kennenlernen von Welpe und Elterntieren beim Züchter.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Rechne mit mehrmaligem Bürsten pro Woche und einem Schurtermin beim Hundefriseur alle sechs bis acht Wochen, sonst verfilzt das Fell schnell.
  • Auch wenn die Größe klein wirkt: plane täglich mehrere kurze Spaziergänge plus kleine Trainings- oder Schnüffeleinheiten ein, sonst wird er unausgeglichen und bellfreudig.
  • Weil es keinen Zuchtstandard gibt, lohnt sich vor dem Kauf ein Besuch beim Züchter mit Blick auf beide Elterntiere und deren Gesundheitschecks bei Augen, Kniescheiben und Schilddrüse.
  • Für Haushalte mit sehr kleinen Kindern eher ungeeignet: der kleine Körperbau verzeiht groben Umgang schlecht, und der Dickkopf braucht klare, liebevolle Grenzen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Patellaluxation (Kniescheibenverlagerung), typisch für kleine Rassen wie Yorkshire Terrier und Pudel
  • Augenerkrankungen wie progressive Retinaatrophie und grauer Star
  • Neigung zu Schilddrüsenerkrankungen

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Yorkipoo hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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