Alpenländische Dachsbracke
Wetterfester Bergjäger mit kurzen, kräftigen Beinen
auch bekannt als Dachsbracke, Alpine Dachsbracke
Steckbrief
- Größe
- klein (S), 34 bis 42 cm Schulterhöhe
- Gewicht
- typisch 15 bis 18 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 14 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Verfügbarkeit in Deutschland
- mit SucheStufe 3 von 5VDH-Welpenstatistik 2024: 87 Welpen
- Fell
- Stockhaar mit dichter Unterwolle, Kurzes, dichtes Stockhaar. Wöchentliches Bürsten reicht, im Fellwechsel häufiger, da die Unterwolle dann stärker ausfällt.
- Herkunft
- Österreich
- Anerkennung
- FCI-Gruppe 6 (Lauf- und Schweißhunde), Standard Nr. 254
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- eigenständig, braucht viel Geduld (2 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt häufig (4 von 5)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart mäßig (3 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Katzen
- eingeschränkt verträglich mit Katzen (2 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- bedingt geeignet für Familien (2 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- geringer Wach-/Schutztrieb (2 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)
Der Charakter: Alpenländische Dachsbracke im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Reine Spaziergänge genügen ihr nicht: Sie braucht regelmäßige Fährten- oder Nasenarbeit, sonst sucht sie sich selbst eine Beschäftigung, meist auf eigene Faust.
- In Deutschland und Österreich geben Zuchtvereine Welpen fast nur an Jägerinnen und Jäger oder Menschen mit engem Bezug zur jagdlichen Ausbildung ab, das solltest du vor der Anschaffung klären.
- Wegen ihrer Stimmfreude beim Verfolgen einer Fährte (fährtenlaute Jagdweise) ist sie in dicht besiedelten Wohnlagen ohne konsequentes Training eine Herausforderung für Nachbarn.
- Katzen, Kaninchen oder andere Kleintiere im Haushalt solltest du nur nach einem sorgfältig begleiteten Probetreffen einplanen, der Jagdtrieb ist rassetypisch stark ausgeprägt.
- Achte beim Züchter auf eine Hüftuntersuchung (HD) der Elterntiere, sie gehört bei verantwortungsvoller Zucht dieser robusten, aber muskulös-schweren Rasse zum Standard.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Hüftgelenksdysplasie (HD): Zuchtvereine verlangen daher eine Hüftuntersuchung der Zuchttiere.
- Als kräftig gebauter, robuster Jagdhund neigt sie bei Bewegungsmangel und Übergewicht zu Gelenkbelastung, konsequentes Gewichtsmanagement wird empfohlen.
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Alpenländische Dachsbracke hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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