Türkisch Angora
auch bekannt als Turkish Angora, Ankara Kedisi, Angorakatze
TürkeiHalblanghaarKategorie II
Steckbrief
- Gewicht
- typisch 2,5 bis 5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 15 bis 18 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanghaar. Halblanghaar, seidig, ohne nennenswerte UnterwolleDas seidige Fell filzt selten, einmal Bürsten pro Woche genügt. Bei weißen Tieren mit blauen Augen ist Taubheit möglich, ein Hörtest beim Kitten schafft Klarheit.
- Herkunft
- Türkei
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie II (Halblanghaar). Kennung TUA.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
- Nähe zum Menschen
- sucht Nähe, kommt aber gut allein zurecht (3 von 5, Tendenzwert)
- Gesprächigkeit
- redet gern mit (4 von 5)
- Artgenossen
- meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Familientrubel
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Für Einsteiger
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)
Pflege
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Fell im Haus
- haart wenig (2 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Beschäftigung und Klettern
- braucht viel Beschäftigung (4 von 5)
- Beute- und Spieltrieb
- ausgeprägter Beute- und Spieltrieb (4 von 5)
- Lernfreude
- lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)
Der Charakter: Türkisch Angora im Porträt
Die Türkisch Angora gilt als eine der ältesten Langhaarrassen überhaupt. Ihre Wurzeln liegen in der Türkei, im 16. Jahrhundert gelangten erste Tiere als Geschenke osmanischer Sultane an europäische Höfe und wurden im 18. Jahrhundert zum Statussymbol. Mit dem Aufstieg der Perserkatze verlor die Rasse an Popularität, bis amerikanische Züchter sie ab den 1950er Jahren aus der Türkei reimportierten. Anfangs erkannten Verbände nur weiße Tiere an, seit den frühen 1990er Jahren auch gefärbte Varianten. Die FIFe führt sie unter dem Code TUA in Kategorie II, den Halblanghaarkatzen.
Im Wesen ist die Türkisch Angora lebhaft, sprungfreudig und bleibt oft ihr ganzes Leben lang kittenhaft verspielt. Sie ist intelligent, löst gern kleine Probleme selbst und bindet sich stark an ihre Menschen, ohne dabei anhänglich im Sinne von Schoßkatze zu sein: Auf dem Arm gehalten zu werden, mag sie meist nur kurz. Sie ist gesprächig und begrüßt Besuch in der Regel selbstbewusst statt scheu.
Im Wohnungsalltag braucht sie viel Beschäftigung: Klettermöglichkeiten in der Höhe, Jagdspiele und Abwechslung passen gut zu ihrem Temperament, bei Unterforderung wird sie schnell unruhig. In Mehrkatzenhaushalten setzt sie sich gern durch, eine gute Sozialisierung erleichtert das Zusammenleben mit anderen Tieren.
Das seidige, halblange Fell hat kaum Unterwolle und filzt selten, einmal Bürsten pro Woche reicht meist aus. Gesundheitlich ist bei weißen, blauäugigen Tieren angeborene Taubheit ein bekanntes Thema, daneben kommen die Herzerkrankung HCM sowie, selten, eine autosomal rezessiv vererbte Ataxie vor.
Für aktive Menschen, die eine gesprächige, kletterfreudige Katze mit viel Eigensinn und Anspruch an Beschäftigung suchen, passt die Türkisch Angora oft gut. Wer eine ruhige Schoßkatze oder viele Stunden Alleinzeit sucht, findet in dieser eigenständigen Rasse eher keinen passenden Partner.
Suchst du eine Türkisch Angora?
Wir zeigen dir Tiere aus Tierheimen, Tierschutz und von Menschen, die abgeben müssen. Die Suche stellt sich auf diese Rasse ein, sobald du es bestätigst.