Ägyptische Mau
auch bekannt als Egyptian Mau, Mau
ÄgyptenKurzhaarKategorie III

Steckbrief
- Gewicht
- typisch 2,5 bis 4,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 14 bis 16 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Kurzhaar, fein und seidig, mit natürlichem TupfenmusterPflegeleichtes Fell, gelegentliches Bürsten reicht.
- Herkunft
- Ägypten
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung MAU.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- sehr lebhaft, fast immer in Bewegung (5 von 5)
- Nähe zum Menschen
- sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5)
- Gesprächigkeit
- meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5)
- Artgenossen
- meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
- Umgang mit Besuch
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Familientrubel
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Für Einsteiger
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)
Pflege
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Fell im Haus
- haart wenig (2 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Beschäftigung und Klettern
- braucht viel Beschäftigung (4 von 5)
- Beute- und Spieltrieb
- ausgeprägter Beute- und Spieltrieb (4 von 5)
- Lernfreude
- lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)
Der Charakter: Ägyptische Mau im Porträt
Die Ägyptische Mau gilt als die einzige Hauskatzenrasse mit einem rein natürlich entstandenen, zufällig verteilten Tupfenmuster. Ihr Name verweist auf Ägypten, wo getupfte Katzen schon in der Antike dargestellt wurden, die moderne Zuchtlinie entstand aber erst in den 1950er Jahren: Die russische Prinzessin Nathalie Troubetzkoy lernte in Kairo Straßenkatzen mit diesem Fellbild kennen und brachte Tiere über Italien in die USA, wo die planmäßige Zucht begann. Die FIFe führt die Rasse unter dem Code MAU in Kategorie III.
Im Wesen ist die Mau vor allem eins: schnell. Sie zählt zu den flinksten Hauskatzen überhaupt und bewegt sich mit auffälliger Sprungkraft und Ausdauer durch die Wohnung. Dazu kommt eine ausgeprägte Wachsamkeit gegenüber allem Neuen und eine enge Bindung an eine einzelne Bezugsperson, der sie mit leisen, fast melodischen Lauten viel mitzuteilen hat. Fremden begegnet sie zunächst zurückhaltend und braucht Zeit, um Vertrauen zu fassen.
Im Alltag verlangt die Mau nach echter Beschäftigung: Klettermöglichkeiten, Intelligenzspielzeug und tägliche, aktive Spielrunden gehören für sie zur Grundausstattung, sonst wird ihre Energie schnell zu Unruhe. Als Einzelkatze gehalten braucht sie viel Zeit ihrer Bezugsperson, mit einer verträglichen Zweitkatze oder einem ruhigen Hund kommt sie bei früher Gewöhnung meist gut zurecht. Wegen ihres ausgeprägten Jagdtriebs und der Gefahren des Straßenverkehrs bleibt sie besser reine Wohnungskatze mit gesichertem Balkon statt echtem Freigang.
Das feine, kurze Fell pflegt sich weitgehend selbst, gelegentliches Bürsten reicht. Gesundheitlich gilt die Mau als robust, in der Zucht wird aber auf die Herzerkrankung HCM und auf die seltene, bislang nicht testbare Leukodystrophie bei Jungtieren geachtet, außerdem neigt die Rasse überdurchschnittlich zu Harnsteinen.
Für aktive Menschen, die Zeit für Spiel und Beschäftigung mitbringen und eine wache, gesprächige Katze mit eigenem Kopf schätzen, kann die Mau eine lebendige Gefährtin sein. Wer lieber eine ruhige Schmusekatze sucht, tagsüber lange weg ist oder wenig Geduld für anfängliche Zurückhaltung gegenüber Besuch hat, findet in dieser Rasse vermutlich nicht die passende Mitbewohnerin.
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