American Curl
Verspielte Frohnatur mit markant gebogenen Ohren
auch bekannt als Peter Pan der Katzen, Curl

Steckbrief
- Größe
- klein (S)
- Gewicht
- typisch 2,3 bis 4,5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 16 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Seidiges Fell mit wenig Unterwolle, das eng am Körper anliegt. Es gibt eine kurzhaarige Form (American Curl Shorthair, ACS) und eine halblanghaarige Form (American Curl Longhair, ACL) mit etwas längerem Deckhaar an Halskrause und Rute., In beiden Fellvarianten reicht meist wöchentliches Bürsten, im Fellwechsel gern öfter. Mehr Aufmerksamkeit verdienen die namensgebenden, nach hinten gebogenen Ohren: In der gebogenen Ohrmuschel sammelt sich leichter Schmalz, eine regelmäßige Kontrolle auf Ablagerungen und Rötung gehört deshalb zur Routine.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
- Bellfreude
- bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- gut verträglich mit Katzen (4 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5)
Der Charakter: American Curl im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Ein Kratzbaum mit mehreren Ebenen und etwas Intelligenzspielzeug passen gut zu ihrem kätzchenhaft verspielten Wesen, das bis ins Erwachsenenalter erhalten bleibt.
- Die nach hinten gebogenen Ohren verdienen eine regelmäßige Kontrolle auf Schmalz und Rötung, weil sich dort leichter Ablagerungen sammeln als bei stehohrigen Katzen.
- Weil sie die Nähe ihrer Menschen sucht, kommt sie mit einer Zweitkatze oder viel gemeinsamer Zeit oft besser zurecht als bei häufigem Alleinsein.
- Freigang ist reizvoll, aber kein Muss: Mit gesichertem Balkon und genug Beschäftigung kommt sie auch in reiner Wohnungshaltung gut zurecht.
- In Deutschland ist die Rasse noch selten, bei der Zuchtsuche lohnt sich deshalb Geduld und ein Blick auf Gesundheitschecks der Elterntiere beim Züchter.
- Wöchentliches Bürsten reicht bei beiden Fellvarianten meist aus, im Fellwechsel darf es gern etwas häufiger sein.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Neigung zu vermehrtem Ohrenschmalz und Ohrenentzündungen durch die nach hinten gebogene Ohrmuschel, regelmäßige Kontrolle wird empfohlen
- Das Qualzucht-Evidenz-Netzwerk nennt die American Curl im Merkblatt zu den Ohren unter den betroffenen Rassen, vergibt für die nach hinten gebogene Ohrmuschel aber keine Belastungskategorie; das Zuchtverbot des Gutachtens zu Paragraf 11b Tierschutzgesetz gilt dem Faltohr-Gen der Scottish Fold, nicht dem Curl-Gen
- Nach bisherigem Kenntnisstand keine für die Rasse spezifischen Erbkrankheiten dokumentiert, die genetische Basis gilt durch frühere Auskreuzung als recht breit
- Vereinzelt Übergewicht bei zu wenig Bewegung, wie bei vielen verspielten, menschenbezogenen Rassen ohne festen Bewegungsplan
- Zahnerkrankungen als allgemeines Risiko wie bei den meisten Katzenrassen, regelmäßige tierärztliche Kontrolle empfohlen
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
American Curl hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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