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Lele

American Curl

auch bekannt als Curl

USAHalblanghaarKategorie II
American Curl mit silbergrauem Halblanghaar-Fell und weit nach hinten gerollten Ohren im Porträt
American Curl im PorträtFoto: Nickolas Titkov · CC BY-SA 2.0

Steckbrief

Gewicht
typisch 2,3 bis 4,5 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 16 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Halblanghaar. Seidiges Fell mit wenig Unterwolle, das eng am Körper anliegt. Es gibt eine kurzhaarige Form (American Curl Shorthair, ACS) und eine halblanghaarige Form (American Curl Longhair, ACL) mit etwas längerem Deckhaar an Halskrause und Rute.In beiden Fellvarianten reicht meist wöchentliches Bürsten, im Fellwechsel gern öfter. Mehr Aufmerksamkeit verdienen die namensgebenden, nach hinten gebogenen Ohren: In der gebogenen Ohrmuschel sammelt sich leichter Schmalz, eine regelmäßige Kontrolle auf Ablagerungen und Rötung gehört deshalb zur Routine.
Herkunft
USA
Anerkennung
FIFe-Kategorie II (Halblanghaar). Kennung ACL.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
Nähe zum Menschen
sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5)
Gesprächigkeit
leise, meldet sich selten (2 von 5, Tendenzwert)
Artgenossen
gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5, Tendenzwert)
Umgang mit Besuch
offen gegenüber Fremden (4 von 5)
Familientrubel
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Für Einsteiger
gut geeignet für Anfänger (4 von 5)

Pflege

Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Fell im Haus
haart wenig (2 von 5)

Wenn es bei dir ansteht

Beschäftigung und Klettern
braucht regelmäßig Spiel und Kletterwege (3 von 5)
Lernfreude
lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)

Der Charakter: American Curl im Porträt

Die American Curl geht auf einen einzigen Zufallsfund zurück: 1981 tauchte in Lakewood, Kalifornien, eine junge Katze mit ungewöhnlich nach hinten gebogenen Ohren auf. Die Familie Ruga nahm sie auf und nannte sie Shulamith. Zwei Kätzchen aus ihrem ersten Wurf trugen dieselbe Ohrform, damit war die Mutation als vererbbar erkannt. 1987 erkannte der amerikanische Verband TICA die Rasse an, 1999 folgte die CFA mit Kurz und Halblanghaar als eigene Abteilungen, seit 2003 führt auch die FIFe die American Curl in Kategorie 2. Im Wesen gilt die American Curl als anhänglich, verspielt und ausgesprochen menschenbezogen, ohne aufdringlich zu wirken. Viele Halterinnen und Halter beschreiben sie als kätzchenhaft neugierig bis ins hohe Alter, sie begleitet ihre Menschen gern durch den Alltag und mischt sich unaufgeregt in Hausarbeiten ein. Gegenüber Besuch zeigt sie sich meist offen statt scheu, und mit Kindern und anderen Haustieren kommt sie in der Regel gut zurecht, wenn die Gewöhnung von klein auf passiert. Im Alltag braucht die American Curl regelmäßige Beschäftigung und Klettermöglichkeiten, ihre Energie bleibt bis ins Erwachsenenalter recht kätzchenhaft lebendig. Ein Kratzbaum mit mehreren Ebenen und etwas Intelligenzspielzeug helfen, den Spieltrieb sinnvoll zu lenken. Sie lässt sich gut in der Wohnung halten, ein gesicherter Balkon oder Garten ist eine schöne Ergänzung, zwingend nötig ist Freigang nicht. Da sie die Nähe ihrer Menschen sucht, kommt sie in Mehrpersonenhaushalten oder mit einer Zweitkatze oft besser zurecht als bei viel Alleinsein. Das seidige Fell kommt kurzhaarig oder halblanghaarig vor und liegt in beiden Varianten recht glatt am Körper an, dadurch bleibt der Pflegeaufwand überschaubar und wöchentliches Bürsten reicht meist aus. Mehr Aufmerksamkeit verdienen die namensgebenden Ohren: Wegen ihrer gebogenen Form sammelt sich dort leichter Schmalz, eine regelmäßige Kontrolle gehört deshalb zur Routine. Genetisch gilt die Rasse bislang als robust, größere rassetypische Erbkrankheiten sind nicht dokumentiert, dennoch lohnt sich beim Züchter ein Blick auf Zahnstatus und allgemeine Fitness der Elterntiere. Hierzulande ist die American Curl noch immer selten, deutsche Rassekatzenvereine führen nur vereinzelt Züchterinnen und Züchter, wer sich für die Rasse entscheidet, sollte also etwas Geduld bei der Suche mitbringen. Für Menschen, die eine verspielte, kontaktfreudige und anhängliche Wohnungskatze mit überschaubarem Pflegeaufwand suchen, kann sie eine gute Wahl sein. Wer eine sehr zurückhaltende oder besonders unabhängige Katze bevorzugt, findet in dieser verspielten, gesellschaftsbedürftigen Rasse eher nicht die passende Begleitung.

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