Tonkanese
auch bekannt als Tonkinese, Tonkinesen
Kanada und USAKurzhaar


Steckbrief
- Gewicht
- typisch 3 bis 5 kg
- Lebenserwartung
- typisch 15 bis 20 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Kurzhaar, fein und seidig, eng am Körper anliegend, mit der für die Rasse typischen Mink-Zeichnung: Points und Körperfarbe gehen weich ineinander über, der Körper bleibt heller als Kopf, Ohren, Pfoten und SchwanzMehrmaliges Bürsten pro Woche hält das Fell glänzend, aufwendige Pflege braucht es nicht.
- Herkunft
- Kanada und USA
- Anerkennung
- Von der FIFe nicht anerkannt.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
- Nähe zum Menschen
- braucht viel Nähe, bleibt ungern allein (5 von 5)
- Gesprächigkeit
- redet gern mit (4 von 5)
- Artgenossen
- sehr gesellig, sollte nicht allein leben (5 von 5)
- Umgang mit Besuch
- offen gegenüber Fremden (4 von 5)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Für Einsteiger
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Fell im Haus
- haart wenig (2 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Hunde im Haus
- gut verträglich mit Hunden (4 von 5)
- Beschäftigung und Klettern
- braucht viel Beschäftigung (4 von 5)
- Lernfreude
- lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)
Der Charakter: Tonkanese im Porträt
Die Tonkanese entstand ab den 1950er und 1960er Jahren in Nordamerika aus der gezielten Kreuzung von Siamkatzen und Burmakatzen. Eine wichtige Ausgangskatze war die Burma-Stammmutter Wong Mau, die der Schiffsarzt Joseph Thompson 1930 aus Birma nach Kalifornien mitbrachte, ihre Nachkommen wurden mit Siamkatzen weiterverpaart. Ziel der Züchterinnen und Züchter war eine Rasse genau zwischen den beiden Ursprungstieren, mit der charakteristischen Mink-Zeichnung, die dem Fell einen nerzartigen Glanz verleiht und der Rasse ihren Beinamen gab. Als erster Verband erkannte die kanadische CCA die Tonkanese an, es folgten unter anderem CFA, TICA, GCCF und die WCF. Die FIFe hat die Rasse bis heute nicht anerkannt, in Deutschland kümmern sich unter anderem die Interessengemeinschaft Tonkanesen und Tibeter sowie die Global Tonkanese Community um die Rasse.
Im Wesen zeigt sich die Tonkanese als echte Mittlerin zwischen ihren beiden Stammrassen: lebhaft, neugierig und ausgesprochen menschenbezogen wie die Siam, dabei etwas gelassener und stämmiger gebaut wie die Burma. Sie sucht ständig Nähe zu ihren Menschen, meldet sich häufig zu Wort und lässt sich gut zu kleinen Tricks motivieren, manche Tiere apportieren sogar kleine Gegenstände.
Im Alltag braucht die Tonkanese viel Ansprache und Beschäftigung, für lange Stunden allein ist sie wenig gemacht. Am wohlsten fühlt sie sich mit einem zweiten katzenfreundlichen Tier oder mit Menschen, die viel Zeit zu Hause verbringen. Kletter- und Kratzmöglichkeiten sowie tägliche Spielzeit halten ihren wachen Geist ausgelastet, gesicherter Freigang oder ein Balkon sind eine willkommene Ergänzung zur Wohnungshaltung, aber kein Muss.
Das kurze, seidige Fell liegt eng am Körper an und braucht nur wenig Pflege: Mehrmaliges Bürsten pro Woche reicht, um es glänzend zu halten. Gesundheitlich gilt die Rasse als robust, gelegentlich kommen Zahnfleischprobleme, eine erbliche Nierenzystenbildung und im Alter eine nachlassende Nierenfunktion vor.
Die Tonkanese passt zu Menschen, die viel Zeit und Aufmerksamkeit investieren wollen und eine gesprächige, verspielte Mitbewohnerin schätzen. Für ruhige Haushalte mit wenig Zeit oder für alle, die eine zurückhaltende, unabhängige Katze suchen, ist sie eher nicht die richtige Wahl.
Suchst du eine Tonkanese?
Wir zeigen dir Tiere aus Tierheimen, Tierschutz und von Menschen, die abgeben müssen. Die Suche stellt sich auf diese Rasse ein, sobald du es bestätigst.