Zum Inhalt springen
Lele

Somali

Verspielte Halblanghaar-Schwester des Abessiniers

auch bekannt als Somalikatze, Langhaar-Abessinier

mittelgroß (M)USA
Somali mit getickter Fellzeichnung, halblangem Fell und großen Ohren im Nahporträt
Somali im Porträt

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M)
Gewicht
typisch 3 bis 5 kg
Lebenserwartung
typisch 11 bis 16 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Halblanghaar, fein und dicht, getickt, mit Halskrause und buschiger Rute, Das feine Fell filzt selten, ein bis zwei Bürstgänge pro Woche reichen. Sie ist die halblanghaarige Variante des Abessiniers.
Herkunft
USA
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
Trainierbarkeit
gut trainierbar, lernwillig (4 von 5, Tendenzwert)
Alleinbleiben
bleibt nur kurz gern allein (2 von 5)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
geringer Pflegeaufwand (2 von 5)
Haaren
haart mäßig (3 von 5)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Katzen
gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
Familien-Eignung
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
Wach- und Schutztrieb
mittlerer Wach-/Schutztrieb (3 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
Anfänger-Eignung
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5, Tendenzwert)

Der Charakter: Somali im Porträt

Die Somali ist die halblanghaarige Schwester des Abessiniers: Ab den 1950er Jahren tauchten in Abessinier-Zuchten immer wieder Kätzchen mit längerem Fell auf, ein rezessives Erbmerkmal aus früheren Verpaarungen. Ab 1967 wurde gezielt mit ihnen weitergezüchtet, 1972 fiel in den USA der erste reinrassige Wurf, im selben Zeitraum entstand der Somali Cat Club of America. Die CFA erkannte die Rasse 1979 offiziell an, benannt nach Somalia, dem Nachbarland Äthiopiens, um eine Abgrenzung zum Abessinier zu schaffen. Im Wesen unterscheidet sich die Somali kaum von ihrer kurzhaarigen Verwandten: neugierig, wach, sehr bewegungsfreudig und stark auf ihre Menschen bezogen, dabei aber kein Schoßtier zum Herumtragen. Sie klettert, springt und erkundet lieber selbst, gern auch mit einer Vorliebe für fließendes Wasser und offene Schränke. Im Alltag braucht sie viel Beschäftigung: hohe Kletterflächen, stabile Kratzbäume, Rätselspielzeug und tägliche aktive Spieleinheiten. Allein bleibt sie über viele Stunden nur ungern, zwei Somalis zusammen oder ein aufmerksamer Mehrpersonenhaushalt passen besser zu ihrem geselligen Wesen. Freigang oder ein gesichertes Gehege kommen ihrem Jagd- und Erkundungstrieb entgegen, reine Wohnungshaltung braucht entsprechend mehr Ersatzbeschäftigung. Das feine, mittellange Fell mit Halskrause und buschiger Rute neigt kaum zu Verfilzung, ein bis zwei Bürstgänge pro Woche reichen. Gesundheitlich gelten für die Somali dieselben rassetypischen Risiken wie für den Abessinier: Pyruvatkinase-Mangel und progressive Retinaatrophie lassen sich per Gentest der Elterntiere ausschließen, dazu kommen vereinzelt renale Amyloidose und Patellaluxation. Für aktive Menschen mit Zeit für tägliches Spiel und im Idealfall einer zweiten Katze im Haushalt ist die Somali eine lebhafte, anhängliche Begleiterin mit etwas mehr Fellpflege als ihr kurzhaariges Gegenstück. Wer eine ruhige Schoßkatze sucht oder wenig Zeit für Beschäftigung hat, findet in dieser Rasse eher keine passende Partnerin.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Braucht täglich mehrere aktive Spieleinheiten und hohe Kletterflächen, sonst wird der Bewegungsdrang schnell zu Unruhe.
  • Bleibt über viele Stunden nur ungern allein, eine zweite Katze oder viel gemeinsame Zeit mit der Familie passt besser zu ihrem geselligen Wesen.
  • Das mittellange Fell filzt kaum, ein bis zwei Bürstgänge pro Woche halten es in Form, mehr Aufwand als beim kurzhaarigen Abessinier ist es trotzdem.
  • Vor dem Kauf sollten Züchter Gentests auf Pyruvatkinase-Mangel und progressive Retinaatrophie der Elterntiere vorlegen können.
  • Freigang oder ein gesichertes Gehege passt gut zu ihrem ausgeprägten Jagd- und Erkundungstrieb, reine Wohnungshaltung braucht entsprechend mehr Ersatzbeschäftigung wie Jagdspiele und Futterverstecke.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Pyruvatkinase-Mangel (Enzymdefekt der roten Blutkörperchen, führt zu chronischer Blutarmut, per Gentest ausschließbar)
  • Progressive Retinaatrophie (PRA, erbliche Netzhautdegeneration mit fortschreitender Erblindung, Gentest verfügbar)
  • Renale Amyloidose (Eiweißablagerungen in der Niere, beim eng verwandten Abessinier dokumentiert und für die Somali als geteiltes Risiko beschrieben)
  • Patellaluxation (rezessiv vererbte Kniescheibenverrenkung, ebenfalls als geteiltes Risiko mit dem Abessinier beschrieben)

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Somali hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

Ähnliche Rassen entdecken

Passt Somali zu dir?

Finde in drei Minuten heraus, ob diese Rasse zu deinem Alltag passt: ehrlich, kostenlos und ohne Anmeldung.