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Lele

Sokoke

auch bekannt als Khadzonzo, Sokoke Forest Cat

Kenia, DänemarkKurzhaarKategorie III

Steckbrief

Gewicht
typisch 3,5 bis 7 kg
Fell
Kurzhaar. Sehr kurzes, dicht anliegendes Fell ohne oder mit kaum Unterwolle, holzfarben marmoriertes klassisches Tabbymuster mit deutlichem Ticking in Grundfarbe und Zeichnung, dunkle Fleckung auf grauem bis goldbraunem UntergrundDas kurze Fell braucht kaum Pflege und reinigt sich durch die fehlende Unterwolle fast von selbst, gelegentliches Bürsten genießt die Sokoke trotzdem.
Herkunft
Kenia, Dänemark
Anerkennung
FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung SOK.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
sehr lebhaft, fast immer in Bewegung (5 von 5)
Nähe zum Menschen
braucht viel Nähe, bleibt ungern allein (5 von 5)
Gesprächigkeit
redet gern mit (4 von 5)
Artgenossen
sehr gesellig, sollte nicht allein leben (5 von 5)
Umgang mit Besuch
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
Familientrubel
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5)
Für Einsteiger
für erfahrenere Halter geeignet (2 von 5)

Pflege

Pflegeaufwand
minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
Fell im Haus
haart wenig (2 von 5)

Wenn es bei dir ansteht

Beschäftigung und Klettern
braucht sehr viel Beschäftigung und Jagdersatz (5 von 5)
Beute- und Spieltrieb
sehr ausgeprägter Beute- und Spieltrieb (5 von 5)
Lernfreude
lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)

Der Charakter: Sokoke im Porträt

Die Sokoke stammt aus dem Arabuko-Sokoke-Wald an der kenianischen Küste, wo die frei lebenden Katzen der Region seit langem als Khadzonzo bekannt waren. 1978 nahm die britische Wildtierkünstlerin Jeni Slater in der Nähe von Watamu einen verwaisten Wurf dieser Katzen auf und begann mit einer gezielten Zucht. Anfang der 1980er Jahre brachte ihre dänische Freundin Gloria Moldrup ein Zuchtpaar mit nach Dänemark, wo die planmäßige Zucht begann. Die FIFe erkannte die Rasse 1993 offiziell an. Genetische Untersuchungen haben die frühere Vermutung widerlegt, die Sokoke sei eine Kreuzung mit einer afrikanischen Wildkatze: Sie ist eine natürlich entstandene Hauskatzenform, keine gezielte Hybrid-Zucht. Im Wesen zeigt sich die Sokoke sportlich, wach und ausgesprochen mitteilsam. Sie braucht eine Weile, um Vertrauen zu fassen, ist danach aber eng an ihre Menschen und an andere Katzen gebunden und maunzt gern und viel, fast so gesprächig wie eine Siamkatze. Langeweile mag sie gar nicht, sie erkundet mit großer Neugier jeden Winkel der Wohnung und lässt sich auch für kleine Kunststücke begeistern. Im Alltag verlangt die Sokoke viel Bewegung, Klettermöglichkeiten und Beschäftigung. Für eine beengte Stadtwohnung ohne Auslauf ist sie wenig geeignet, ein gesicherter Garten, ein großer Balkon oder kontrollierter Freigang passen besser zu ihrem Bewegungsdrang. Allein bleibt sie nur ungern lange, eine zweite Katze oder viel Gesellschaft tut ihr gut. Kinder sind willkommene Spielkameraden, sollten aber alt genug sein, um ihren Freiheitsdrang zu respektieren, statt sie wie ein Kuscheltier festzuhalten. Das sehr kurze, eng anliegende Fell mit dem charakteristischen holzfarbenen Marmormuster braucht kaum Pflege, gelegentliches Bürsten genießt die Sokoke trotzdem sichtlich. Gesundheitlich gilt sie in den verfügbaren Quellen als robust, allerdings wird eine geringere Widerstandsfähigkeit gegenüber verbreiteten Infektionskrankheiten in Zuchten und Mehrkatzenhaushalten beschrieben, und als kurzhaarige Rasse tropischer Herkunft verträgt sie dauerhafte Kälte schlecht. Die Sokoke passt zu Menschen mit Zeit, Geduld beim Vertrauensaufbau und Freude an einer aktiven, gesprächigen Mitbewohnerin, die viel Beschäftigung und Auslauf bekommt. Für sehr kleine Wohnungen, lange Abwesenheiten oder Halterinnen und Halter, die eine zurückhaltende, unabhängige Katze suchen, ist sie die falsche Wahl. Wer sich für die Rasse interessiert, sollte sich zudem auf eine lange Suche nach einem der wenigen Züchter einstellen, denn die Sokoke zählt zu den seltensten Katzenrassen überhaupt.

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