Singapura
auch bekannt als Singapura-Katze
Singapur, USAKurzhaarKategorie III


Steckbrief
- Gewicht
- typisch 2 bis 3 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar. Sehr kurzes, feines, seidiges Fell ohne Unterwolle mit Sepia-Agouti-Ticking: dunkelbraune Tupfen und Bänderung auf warmem, elfenbeinfarbenem Grundton, die einzige von der FIFe anerkannte Farbe der RassePflegeleicht: Das kurze Fell ohne Unterwolle braucht nur gelegentliches Bürsten. Mehr Aufmerksamkeit verdient wegen des kleinen Gründerbestands der Rasse die Gesundheit der Elterntiere.
- Herkunft
- Singapur, USA
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung SIN.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
- Nähe zum Menschen
- braucht viel Nähe, bleibt ungern allein (5 von 5)
- Gesprächigkeit
- meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5, Tendenzwert)
- Artgenossen
- sehr gesellig, sollte nicht allein leben (5 von 5)
- Umgang mit Besuch
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Familientrubel
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Für Einsteiger
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Pflege
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Fell im Haus
- haart wenig (2 von 5)
Wenn es bei dir ansteht
- Beschäftigung und Klettern
- braucht viel Beschäftigung (4 von 5)
Der Charakter: Singapura im Porträt
Die Singapura ist eine der kleinsten Katzenrassen der Welt und stammt ursprünglich aus Singapur, wo ihre Vorfahren als frei lebende Straßenkatzen lebten. Die offizielle Gründungsgeschichte erzählt, wie das amerikanische Ehepaar Hal und Tommy Meadow 1975 drei dieser kleinen Katzen aus Singapur in die USA brachte. Recherchen der Journalistin Sandra Davie und spätere genetische Untersuchungen zeichnen allerdings ein anderes Bild: Die Katzen waren offenbar erst kurz zuvor aus Amerika nach Singapur gebracht worden, und ihre enge genetische Nähe zur Burma-Katze spricht für eine gezielte Verpaarung mit Burma- und Abessinier-Linien statt für eine reine Naturrasse. 1991 machte Singapur die Rasse unter dem Namen Kucinta, zusammengesetzt aus den malaiischen Wörtern für Katze und Liebe, zu ihrem offiziellen Maskottchen. Die FIFe erkannte die Singapura erst 2014 an.
Charakterlich zeigt sich die Singapura anfangs zurückhaltend, taut aber schnell auf und wird zu einer verspielten, neugierigen und sehr anhänglichen Begleiterin mit ausgeprägtem Spieltrieb bis ins hohe Alter. Sie sucht aktiv die Nähe ihrer Menschen, klettert gern und lässt sich gut mit anderen Katzen vergesellschaften, für lange Stunden allein ist sie wenig gemacht.
Im Alltag braucht die kleine Katze trotz ihrer zierlichen Statur ausreichend Klettermöglichkeiten und Spielzeit, um ihre Energie auszuleben. Wegen ihrer geringen Größe und ihres auffälligen, gesuchten Aussehens ist unkontrollierter Freigang riskant, ein gesicherter Balkon oder Garten sind die bessere Wahl. Das kurze, seidige Fell ohne Unterwolle braucht nur gelegentliches Bürsten und haart kaum. Gesundheitlich gilt die Rasse als robust, der kleine Gründerbestand birgt aber ein erhöhtes Risiko für Inzuchtfolgen, außerdem kommt der erbliche Pyruvatkinase-Mangel vor, für den es einen Gentest gibt.
Die Singapura passt zu Menschen, die viel Zeit zu Hause verbringen, sich auf eine gesellige, verspielte Katze freuen und beim Züchter auf Gesundheitstests achten. Für Vollzeitberufstätige ohne zweite Katze oder für alle, die eine zurückhaltende, unabhängige Katze suchen, ist sie eher nicht die richtige Wahl.
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