Singapura
Winzige Entdeckerin mit riesigem Spieltrieb
auch bekannt als Kucinta, Singapura-Katze


Steckbrief
- Größe
- klein (S)
- Gewicht
- typisch 2 bis 3 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Sehr kurzes, feines, seidiges Fell ohne Unterwolle mit Sepia-Agouti-Ticking: dunkelbraune Tupfen und Bänderung auf warmem, elfenbeinfarbenem Grundton, die einzige von der FIFe anerkannte Farbe der Rasse, Pflegeleicht: Das kurze Fell ohne Unterwolle braucht nur gelegentliches Bürsten. Mehr Aufmerksamkeit verdient wegen des kleinen Gründerbestands der Rasse die Gesundheit der Elterntiere.
- Herkunft
- Singapur, USA
- Anerkennung
- Kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- lebhaft, viel Energie (4 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht viel Bewegung (4 von 5)
- Trainierbarkeit
- trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
- Alleinbleiben
- bleibt sehr ungern allein (1 von 5)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- sehr verträglich mit Katzen (5 von 5)
- Familien-Eignung
- mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
- Wach- und Schutztrieb
- kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
- Anfänger-Eignung
- mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)
Der Charakter: Singapura im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Die Singapura sollte nicht als Einzelkatze gehalten werden, ein zweites katzenfreundliches Tier oder viel menschliche Zuwendung passen besser zu ihrem geselligen Wesen.
- Kletterbäume und tägliche Spielzeit halten die kleine, sehr verspielte Katze sinnvoll ausgelastet.
- Unkontrollierter Freigang ist wegen der geringen Größe und des gesuchten Aussehens riskant, ein gesicherter Balkon oder Garten ist die sicherere Alternative.
- Das kurze Fell braucht nur gelegentliches Bürsten, aufwendige Pflege ist nicht nötig.
- Vor dem Kauf sollten Züchter einen Gentest auf Pyruvatkinase-Mangel der Elterntiere vorlegen können, der kleine Gründerbestand macht das besonders wichtig.
- Für Vollzeitberufstätige ohne Gesellschaft für die Katze ist die Rasse wenig geeignet.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Pyruvat-Kinase-Mangel (PK-Mangel), eine erbliche Bluterkrankung mit hämolytischer Anämie, für die ein Gentest zur Verfügung steht
- Gebärmutterträgheit (Wehenschwäche) bei einigen Weibchen, die in manchen Fällen einen Kaiserschnitt nötig macht
- Kleiner Genpool mit erhöhtem Risiko für Inzuchtfolgen, seit 2013 lässt der GCCF kontrollierte Auskreuzung mit anderen Rassen zu
- Neigung zu Übergewicht und Zahnproblemen bei falscher Ernährung und zu wenig Bewegung
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Singapura hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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