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Lele

Singapura

auch bekannt als Singapura-Katze

Singapur, USAKurzhaarKategorie III
Singapura mit sepiafarbenem Ticking steht auf einer geschnitzten Sessellehne und blickt mit großen Augen und auffällig großen Ohren in die Kamera
Singapura im PorträtFoto: AnneAllier · CC BY-SA 4.0
Singapura kauert mit angespanntem Blick auf dem Boden, die großen Ohren und die sepiafarbene Fellzeichnung sind aus der Nähe gut zu erkennen
Singapura unterwegsFoto: Renamed user 51g7z61hz5af2azs6k6 · CC BY-SA 3.0
Singapura liegt entspannt zwischen grünen Kissen auf einem Sofa und blickt aus der Nähe in die Kamera
Singapura zu HauseFoto: Lil Shepherd · CC BY 2.0

Steckbrief

Gewicht
typisch 2 bis 3 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 15 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Kurzhaar. Sehr kurzes, feines, seidiges Fell ohne Unterwolle mit Sepia-Agouti-Ticking: dunkelbraune Tupfen und Bänderung auf warmem, elfenbeinfarbenem Grundton, die einzige von der FIFe anerkannte Farbe der RassePflegeleicht: Das kurze Fell ohne Unterwolle braucht nur gelegentliches Bürsten. Mehr Aufmerksamkeit verdient wegen des kleinen Gründerbestands der Rasse die Gesundheit der Elterntiere.
Herkunft
Singapur, USA
Anerkennung
FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung SIN.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
lebhaft, viel unterwegs (4 von 5)
Nähe zum Menschen
braucht viel Nähe, bleibt ungern allein (5 von 5)
Gesprächigkeit
meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5, Tendenzwert)
Artgenossen
sehr gesellig, sollte nicht allein leben (5 von 5)
Umgang mit Besuch
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5)
Familientrubel
mit Einschränkungen familientauglich (3 von 5, Tendenzwert)
Für Einsteiger
mit Vorbereitung auch für Anfänger geeignet (3 von 5)

Pflege

Pflegeaufwand
minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
Fell im Haus
haart wenig (2 von 5)

Wenn es bei dir ansteht

Beschäftigung und Klettern
braucht viel Beschäftigung (4 von 5)

Der Charakter: Singapura im Porträt

Die Singapura ist eine der kleinsten Katzenrassen der Welt und stammt ursprünglich aus Singapur, wo ihre Vorfahren als frei lebende Straßenkatzen lebten. Die offizielle Gründungsgeschichte erzählt, wie das amerikanische Ehepaar Hal und Tommy Meadow 1975 drei dieser kleinen Katzen aus Singapur in die USA brachte. Recherchen der Journalistin Sandra Davie und spätere genetische Untersuchungen zeichnen allerdings ein anderes Bild: Die Katzen waren offenbar erst kurz zuvor aus Amerika nach Singapur gebracht worden, und ihre enge genetische Nähe zur Burma-Katze spricht für eine gezielte Verpaarung mit Burma- und Abessinier-Linien statt für eine reine Naturrasse. 1991 machte Singapur die Rasse unter dem Namen Kucinta, zusammengesetzt aus den malaiischen Wörtern für Katze und Liebe, zu ihrem offiziellen Maskottchen. Die FIFe erkannte die Singapura erst 2014 an. Charakterlich zeigt sich die Singapura anfangs zurückhaltend, taut aber schnell auf und wird zu einer verspielten, neugierigen und sehr anhänglichen Begleiterin mit ausgeprägtem Spieltrieb bis ins hohe Alter. Sie sucht aktiv die Nähe ihrer Menschen, klettert gern und lässt sich gut mit anderen Katzen vergesellschaften, für lange Stunden allein ist sie wenig gemacht. Im Alltag braucht die kleine Katze trotz ihrer zierlichen Statur ausreichend Klettermöglichkeiten und Spielzeit, um ihre Energie auszuleben. Wegen ihrer geringen Größe und ihres auffälligen, gesuchten Aussehens ist unkontrollierter Freigang riskant, ein gesicherter Balkon oder Garten sind die bessere Wahl. Das kurze, seidige Fell ohne Unterwolle braucht nur gelegentliches Bürsten und haart kaum. Gesundheitlich gilt die Rasse als robust, der kleine Gründerbestand birgt aber ein erhöhtes Risiko für Inzuchtfolgen, außerdem kommt der erbliche Pyruvatkinase-Mangel vor, für den es einen Gentest gibt. Die Singapura passt zu Menschen, die viel Zeit zu Hause verbringen, sich auf eine gesellige, verspielte Katze freuen und beim Züchter auf Gesundheitstests achten. Für Vollzeitberufstätige ohne zweite Katze oder für alle, die eine zurückhaltende, unabhängige Katze suchen, ist sie eher nicht die richtige Wahl.

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