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Lele

Selkirk Rex

Ausgeglichene Lockenkatze mit Familienanschluss

mittelgroß (M)USA
Selkirk Rex mit cremefarbenem gelocktem Wollfell und großen bernsteinfarbenen Augen blickt direkt in die Kamera
Selkirk Rex im PorträtFoto: Nickolas Titkov · CC BY-SA 2.0
Selkirk Rex mit grauweißem gelocktem Fell wird auf dem Arm gehalten und schaut wach zur Seite
Selkirk Rex unterwegsFoto: Nickolas Titkov · CC BY-SA 2.0
Selkirk Rex mit graublauem gelocktem Fell liegt entspannt auf einem bunten Sofa zwischen Kissen
Selkirk Rex zu HauseFoto: Leinwand · CC BY-SA 3.0

Steckbrief

Größe
mittelgroß (M)
Gewicht
typisch 4 bis 7 kgGrober Richtwert, die Datenlage ist hier dünn.
Lebenserwartung
typisch 14 bis 20 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Gelocktes Rexfell, kurz oder halblang, wollig und weich, Die Locken dürfen nicht zu oft gebürstet werden, sonst gehen sie verloren. Bis das Lockenfell voll ausgebildet ist, kann es bis ins Erwachsenenalter dauern.
Herkunft
USA
Anerkennung
Kein FCI-Standard

Charakter im Überblick

14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Energielevel
ausgeglichen energiegeladen (3 von 5)
Bewegungsbedarf
braucht regelmäßige Bewegung (3 von 5)
Trainierbarkeit
trainierbar mit Konsequenz (3 von 5, Tendenzwert)
Alleinbleiben
bleibt mit Training einige Zeit allein (3 von 5)
Bellfreude
bellt selten (2 von 5, Tendenzwert)
Pflegeaufwand
mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
Haaren
haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
Offenheit gegenüber Fremden
abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
Verträglichkeit mit Hunden
gut verträglich mit anderen Hunden (4 von 5)
Verträglichkeit mit Katzen
gut verträglich mit Katzen (4 von 5)
Familien-Eignung
gut geeignet für Familien (4 von 5)
Wach- und Schutztrieb
kaum Wach-/Schutztrieb (1 von 5, Tendenzwert)
Jagdtrieb
mittlerer Jagdtrieb (3 von 5, Tendenzwert)
Anfänger-Eignung
gut geeignet für Anfänger (4 von 5, Tendenzwert)

Der Charakter: Selkirk Rex im Porträt

Die Selkirk Rex entstand 1987 in Montana. Züchterin Jeri Newman nahm ein Fundkätzchen mit ungewöhnlich lockigem Fell und Tasthaaren auf und nannte es Miss DePesto. Verpaart mit Newmans Perserkater brachte der erste Wurf 1988 sowohl gelockte als auch glatthaarige Kitten hervor, ein Hinweis auf eine neue, dominant vererbte Genmutation. Aus dieser Linie ging sowohl eine kurzhaarige als auch eine halblanghaarige Variante hervor, beide von der FIFe anerkannt. Im Wesen gilt die Selkirk Rex als ausgeglichener und ruhiger als andere Rex-Rassen. Der FIFe-Standard beschreibt sie als verspielt, aber balanciert, anhänglich und ausgesprochen anpassungsfähig an das Familienleben. Sie integriert sich in der Regel gut mit anderen Katzen, Hunden und weiteren Haustieren und toleriert auch Reisen und Tapetenwechsel, solange die menschliche Gesellschaft nicht fehlt. Im Alltag reicht ihr eine normale Wohnungshaltung mit Klettermöglichkeiten und regelmäßigem, aber nicht exzessivem Spiel. Sie kommt einige Stunden allein zurecht, sucht danach aber wieder aktiv die Nähe ihrer Menschen. Freigang ist möglich, sollte aber wegen der eingeschränkten Wetterfestigkeit des Lockenfells gesichert erfolgen, etwa über Balkonnetz oder Freigehege. Das dichte, wollige Lockenfell braucht regelmäßige, aber vorsichtige Pflege: Zu häufiges oder kräftiges Bürsten glättet die Locken, einmal wöchentlich reicht meist. Bis das Fell vollständig ausgebildet ist, kann es bis ins Erwachsenenalter dauern. Gesundheitlich ist bei der Rasse vor allem die polyzystische Nierenerkrankung im Blick zu behalten, die über die Perser-Einkreuzung in die Linie kam, dazu vereinzelt Herzmuskelveränderungen und eine erbliche Netzhauterkrankung. Auch die Tasthaare der Rasse sind betroffen: Sie brechen leicht und bleiben lebenslang kurz, QUEN wertet diese Einschränkung des Tastsinns als Qualzuchtmerkmal. Die Selkirk Rex passt zu Familien und Einzelpersonen, die eine anhängliche, umgängliche Katze mit ungewöhnlichem Aussehen und pflegebedürftigem Lockenfell suchen, auch neben Kindern oder anderen Tieren. Wer ein pflegefreies Kurzhaarfell oder eine besonders zurückhaltende, unabhängige Katze bevorzugt, findet in dieser Rasse eher nicht die passende Wahl.

Haltung im Alltag: gut zu wissen

  • Bürste das Lockenfell nur einmal wöchentlich und vorsichtig, zu häufiges Bürsten drückt die charakteristischen Locken glatt.
  • Rechne mit langer Wartezeit beim Züchter, die Rasse ist auch international noch vergleichsweise selten.
  • Frag beim Züchter nach einem PKD-Gentest der Elterntiere, die polyzystische Nierenerkrankung kam über Perser-Einkreuzungen in die Linie.
  • Sie kommt einige Stunden allein zurecht, ist aber kein Dauer-Einzelgänger: regelmäßige gemeinsame Zeit bleibt wichtig.
  • Freigang nur gesichert planen, etwa mit Balkonnetz oder Freigehege, das Lockenfell bietet weniger Wetterschutz als glattes Fell.
  • Die kurz bleibenden, leicht brechenden Tasthaare sind ein dokumentierter Qualzuchtpunkt: Wer das nicht mittragen möchte, kann auch bei Rassekatzen-Auffangstationen nach abgegebenen Selkirk Rex fragen.

Gesundheit: rassetypische Veranlagungen

Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.

  • Polyzystische Nierenerkrankung (PKD), über Perser-Einkreuzungen in die Zuchtlinie gelangt, ein Gentest kann Träger identifizieren
  • Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), bei manchen Linien über Verpaarungen mit Britisch Kurzhaar eingebracht
  • Progressive Retina-Atrophie (PRA), erblich bedingtes, seltener auftretendes Risiko für Sehverlust
  • Neigung zu Ohrreizungen durch das lockige Fell sowie zu vermehrter Hautfettigkeit bei stark lockigen Tieren

Anschaffung, ehrlich eingeordnet

Selkirk Rex hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.

Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026

Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.

Deutlich billiger

Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.

Deutlich teurer

Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.

Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.

Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst

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