Selkirk Rex
USAHalblanghaarKategorie III


Steckbrief
- Gewicht
- typisch 4 bis 7 kg
- Lebenserwartung
- typisch 14 bis 20 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Halblanghaar. Gelocktes Rexfell, kurz oder halblang, wollig und weichDie Locken dürfen nicht zu oft gebürstet werden, sonst gehen sie verloren. Bis das Lockenfell voll ausgebildet ist, kann es bis ins Erwachsenenalter dauern.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- FIFe-Kategorie III (Kurzhaar und Somali). Kennung SRL.Was die FIFe-Kategorien bedeuten
Wie sie im Alltag ist
Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
Wesen
- Aktivität
- ausgeglichen, spielt gern in Runden (3 von 5)
- Nähe zum Menschen
- sucht Nähe, kommt aber gut allein zurecht (3 von 5)
- Gesprächigkeit
- leise, meldet sich selten (2 von 5, Tendenzwert)
- Artgenossen
- gut verträglich, lebt gern zu zweit (4 von 5)
- Umgang mit Besuch
- abwartend, taut mit der Zeit auf (3 von 5, Tendenzwert)
- Familientrubel
- gut geeignet für Familien (4 von 5)
- Für Einsteiger
- gut geeignet für Anfänger (4 von 5, Tendenzwert)
Pflege
- Pflegeaufwand
- mittlerer Pflegeaufwand (3 von 5)
- Fell im Haus
- haart wenig (2 von 5, Tendenzwert)
Wenn es bei dir ansteht
- Hunde im Haus
- gut verträglich mit Hunden (4 von 5)
- Beschäftigung und Klettern
- braucht regelmäßig Spiel und Kletterwege (3 von 5)
Der Charakter: Selkirk Rex im Porträt
Die Selkirk Rex entstand 1987 in Montana. Züchterin Jeri Newman nahm ein Fundkätzchen mit ungewöhnlich lockigem Fell und Tasthaaren auf und nannte es Miss DePesto. Verpaart mit Newmans Perserkater brachte der erste Wurf 1988 sowohl gelockte als auch glatthaarige Kitten hervor, ein Hinweis auf eine neue, dominant vererbte Genmutation. Aus dieser Linie ging sowohl eine kurzhaarige als auch eine halblanghaarige Variante hervor, beide von der FIFe anerkannt.
Im Wesen gilt die Selkirk Rex als ausgeglichener und ruhiger als andere Rex-Rassen. Der FIFe-Standard beschreibt sie als verspielt, aber balanciert, anhänglich und ausgesprochen anpassungsfähig an das Familienleben. Sie integriert sich in der Regel gut mit anderen Katzen, Hunden und weiteren Haustieren und toleriert auch Reisen und Tapetenwechsel, solange die menschliche Gesellschaft nicht fehlt.
Im Alltag reicht ihr eine normale Wohnungshaltung mit Klettermöglichkeiten und regelmäßigem, aber nicht exzessivem Spiel. Sie kommt einige Stunden allein zurecht, sucht danach aber wieder aktiv die Nähe ihrer Menschen. Freigang ist möglich, sollte aber wegen der eingeschränkten Wetterfestigkeit des Lockenfells gesichert erfolgen, etwa über Balkonnetz oder Freigehege.
Das dichte, wollige Lockenfell braucht regelmäßige, aber vorsichtige Pflege: Zu häufiges oder kräftiges Bürsten glättet die Locken, einmal wöchentlich reicht meist. Bis das Fell vollständig ausgebildet ist, kann es bis ins Erwachsenenalter dauern. Gesundheitlich ist bei der Rasse vor allem die polyzystische Nierenerkrankung im Blick zu behalten, die über die Perser-Einkreuzung in die Linie kam, dazu vereinzelt Herzmuskelveränderungen und eine erbliche Netzhauterkrankung. Auch die Tasthaare der Rasse sind betroffen: Sie brechen leicht und bleiben lebenslang kurz, QUEN wertet diese Einschränkung des Tastsinns als Qualzuchtmerkmal.
Die Selkirk Rex passt zu Familien und Einzelpersonen, die eine anhängliche, umgängliche Katze mit ungewöhnlichem Aussehen und pflegebedürftigem Lockenfell suchen, auch neben Kindern oder anderen Tieren. Wer ein pflegefreies Kurzhaarfell oder eine besonders zurückhaltende, unabhängige Katze bevorzugt, findet in dieser Rasse eher nicht die passende Wahl.
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