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Lele

Savannah

auch bekannt als Savannah-Katze

USAKurzhaar
Savannah-Katze mit braun getupftem Fell und großen Ohren sitzt in rotem Geschirr vor blauem Himmel
Savannah im PorträtFoto: Maxinjo · CC0 1.0
Savannah-Katze mit braun getupftem Fell sitzt an roter Leine im grünen Gras und blickt zur Seite
Savannah unterwegs
Savannah-Katze mit getupftem Fell liegt entspannt auf einer grauen Kuscheldecke im Wohnzimmer
Savannah zu HauseFoto: gsloan · CC BY 2.0

Steckbrief

Gewicht
typisch 4 bis 10 kg
Lebenserwartung
typisch 12 bis 20 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
Fell
Kurzhaar. Kurzhaar, dicht, mit deutlichem TupfenmusterPflegeleichtes Fell, der Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf ist dagegen sehr hoch. Die Savannah geht auf die Kreuzung von Hauskatze und Serval zurück. In Deutschland zählen die Generationen F1 bis F4 rechtlich als Wildtiere und dürfen nicht als Haustier gehalten werden, das Säugetiergutachten verlangt für sie ein Außengehege ab 50 Quadratmetern. Als Hauskatze gilt erst die fünfte Generation.
Herkunft
USA
Anerkennung
Von der FIFe nicht anerkannt.Was die FIFe-Kategorien bedeuten

Wie sie im Alltag ist

Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5, gelesen wie man Katzen liest. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.

Wesen

Aktivität
sehr lebhaft, fast immer in Bewegung (5 von 5)
Nähe zum Menschen
sehr menschenbezogen, ist gern dabei (4 von 5, Tendenzwert)
Gesprächigkeit
meldet sich, wenn etwas ansteht (3 von 5, Tendenzwert)
Artgenossen
meist verträglich mit Artgenossen (3 von 5, Tendenzwert)
Umgang mit Besuch
zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
Familientrubel
wenig geeignet für Familien mit Kindern (1 von 5)
Für Einsteiger
eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)

Pflege

Pflegeaufwand
minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
Fell im Haus
haart wenig (2 von 5)

Wenn es bei dir ansteht

Beschäftigung und Klettern
braucht sehr viel Beschäftigung und Jagdersatz (5 von 5)
Beute- und Spieltrieb
sehr ausgeprägter Beute- und Spieltrieb (5 von 5)
Lernfreude
lernfreudig, Tricks und Clickern klappen (4 von 5)

Der Charakter: Savannah im Porträt

Die Savannah entstand ab den 1980er Jahren in den USA aus der Verpaarung von Servalkatern mit verschiedenen Hauskatzenrassen wie Bengal, Ägyptisch Mau, Ocicat und Orientalisch Kurzhaar, benannt nach dem ursprünglichen Lebensraum des Servals. Heute lässt die TICA für die Zucht nur noch Ägyptisch Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar und Amerikanisch Kurzhaar als Partnerrassen zu. Die FIFe erkennt die Rasse bislang nicht an. Im Wesen ist die Savannah wach, selbstbewusst und außergewöhnlich sprungstark, aus dem Stand überwindet sie mehrere Meter Höhe. Sie bindet sich eng an ihre Menschen, folgt ihnen durch die Wohnung und lässt sich mit Geduld sogar an Leine und Geschirr gewöhnen. Fremden gegenüber bleibt sie oft zurückhaltend, besonders frühe Generationen zeigen noch deutliches Wildtierverhalten. Im Alltag braucht sie mehr Fläche und Beschäftigung als fast jede andere Hauskatzenrasse: hohe Kletterwege, ein gesichertes Außengehege oder zumindest ein großzügiges Catio, dazu tägliches aktives Spiel. Ohne ausreichend Auslauf wird sie schnell unruhig oder destruktiv. Mit Kindern kommt sie am ehesten ab der dritten oder vierten Generation gut zurecht, jüngere Generationen sind für Familien mit kleinen Kindern eher ungeeignet. Das kurze, dichte Fell mit dem markanten Tupfenmuster ist pflegeleicht, wöchentliches Bürsten reicht, die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Gesundheitlich ist auf progressive Retinaatrophie, Pyruvatkinase-Mangel und hypertrophe Kardiomyopathie zu achten, für die ersten beiden gibt es Gentests. Tierschutzfachlich ist die Rasse umstritten: QUEN stuft die Zucht als Qualzucht nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz ein, weil die Verpaarung von Serval und Hauskatze regelmäßig zu Schwergeburten und Totgeburten führt und die Kater der frühen Generationen unfruchtbar sind. Wichtig für die Anschaffung: In Deutschland gelten erst Tiere ab der fünften Generation als normale Hauskatzen. Die Generationen F1 bis F4 fallen unter das Artenschutzrecht, benötigen eine behördliche Genehmigung und ein Gehege nach den Vorgaben des Säugetiergutachtens. Für sehr erfahrene, aktive Halter mit viel Platz und Zeit kann die Savannah eine beeindruckende Mitbewohnerin sein. Für Einsteiger, kleine Wohnungen oder Familien mit kleinen Kindern ist sie in aller Regel die falsche Wahl.

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