Savannah
Sprungstarke Wildnis-Optik mit Hundeloyalität
auch bekannt als Savannah-Katze
Zucht-Hinweis
Das Qualzucht-Evidenz-Netzwerk QUEN stuft die Zucht der Savannah als Qualzucht nach Paragraf 11b Tierschutzgesetz ein. Bei der Verpaarung von Serval und Hauskatze kommt es regelmäßig zu Schwergeburten, Not-Kaiserschnitten sowie Früh- und Totgeburten, alle Kater bis mindestens zur dritten Generation sind unfruchtbar, und die Wildtiereigenschaften machen eine artgerechte Haltung als Hauskatze schwer. Ein Tier ab der fünften Generation zeigt selbst keine Einschränkung von Atmung, Geburt oder Bewegung, die Belastung liegt im Zuchtweg.
Hybridrasse ohne einheitlichen Standard
Für Hybridrassen gibt es keinen FCI-Standard und keine einheitlich kontrollierte Zucht. Aussehen, Wesen und Gesundheit können deshalb stark streuen. Schau dir Elterntiere und Herkunft besonders genau an.
Steckbrief
- Größe
- groß (L)
- Gewicht
- typisch 4 bis 10 kg
- Lebenserwartung
- typisch 12 bis 20 JahreRichtwert für die Rasse, das einzelne Tier kann deutlich abweichen.
- Fell
- Kurzhaar, dicht, mit deutlichem Tupfenmuster, Pflegeleichtes Fell, der Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf ist dagegen sehr hoch. Die Savannah geht auf die Kreuzung von Hauskatze und Serval zurück. In Deutschland zählen die Generationen F1 bis F4 rechtlich als Wildtiere und dürfen nicht als Haustier gehalten werden, das Säugetiergutachten verlangt für sie ein Außengehege ab 50 Quadratmetern. Als Hauskatze gilt erst die fünfte Generation.
- Herkunft
- USA
- Anerkennung
- Hybridrasse, kein FCI-Standard
Charakter im Überblick
14 Werte aus unserer Redaktion, je 1 bis 5. Hohle Punkte heißen: Die Quellenlage ist dünner, der Wert bleibt eine vorsichtige Einschätzung.
- Energielevel
- extrem lebhaft, kaum zu bremsen (5 von 5)
- Bewegungsbedarf
- braucht sehr viel Bewegung/Auslastung (5 von 5)
- Trainierbarkeit
- gut trainierbar, lernwillig (4 von 5)
- Alleinbleiben
- bleibt nur kurz gern allein (2 von 5, Tendenzwert)
- Bellfreude
- bellt situationsbedingt (3 von 5, Tendenzwert)
- Pflegeaufwand
- minimaler Pflegeaufwand (1 von 5)
- Haaren
- haart wenig (2 von 5)
- Offenheit gegenüber Fremden
- zurückhaltend gegenüber Fremden (2 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Hunden
- meist verträglich mit anderen Hunden (3 von 5, Tendenzwert)
- Verträglichkeit mit Katzen
- meist verträglich mit Katzen (3 von 5, Tendenzwert)
- Familien-Eignung
- wenig geeignet für Familien mit Kindern (1 von 5)
- Wach- und Schutztrieb
- sehr ausgeprägter Wach-/Schutztrieb (5 von 5, Tendenzwert)
- Jagdtrieb
- sehr ausgeprägter Jagdtrieb (5 von 5)
- Anfänger-Eignung
- eher ungeeignet für Anfänger (1 von 5)
Der Charakter: Savannah im Porträt
Haltung im Alltag: gut zu wissen
- Braucht sehr viel Fläche zum Springen und Klettern, ein gesichertes Außengehege oder ein großzügiges Catio ist für diese Rasse fast Pflicht.
- Nur Tiere ab der fünften Generation gelten in Deutschland als normale Hauskatzen, Generationen F1 bis F4 fallen unter das Artenschutzrecht und brauchen eine behördliche Genehmigung sowie ein Gehege nach dem Säugetiergutachten.
- Tierschutzfachliche Bewertungen stufen die Zucht der frühen Generationen als Qualzucht ein, ein Gespräch mit dem Züchter über Generation und Zuchtlinie gehört vor dem Kauf unbedingt dazu.
- Mit kleinen Kindern verträgt sich am ehesten die dritte oder vierte Generation, jüngere Generationen sind dafür eher nicht geeignet.
- Vor dem Kauf sollten Züchter Gentests auf Pyruvatkinase-Mangel und progressive Retinaatrophie sowie eine Herzuntersuchung der Elterntiere auf hypertrophe Kardiomyopathie vorlegen können.
- Das kurze Fell braucht nur wöchentliches Bürsten, Platz und Beschäftigung sind der eigentliche Zeitfaktor im Alltag.
Gesundheit: rassetypische Veranlagungen
Kein Einzeltier muss betroffen sein, aber du solltest sie kennen und beim Kennenlernen danach fragen.
- Progressive Retinaatrophie (PRA, erbliche Netzhautdegeneration, kann zur Erblindung führen, Gentest verfügbar)
- Pyruvatkinase-Mangel (Enzymdefekt der roten Blutkörperchen, führt zu chronischer Blutarmut, per Gentest ausschließbar)
- Hypertrophe Kardiomyopathie (häufigste Herzerkrankung der Katze, Ultraschall-Screening der Zuchttiere empfohlen)
- Erhöhtes Risiko für Zahnstein und Zahnfleischerkrankungen, regelmäßige Zahnkontrolle empfohlen
Anschaffung, ehrlich eingeordnet
Savannah hat keinen Preis. Eine seriöse Zucht hat Kosten, und die schützen den Hund.
Eine seriöse Zucht in Deutschland liegt meist grob zwischen 1.000 und 2.500 Euro.
Lele-Auswertung von 63 Rassen-Recherchen, Stand August 2026
Eine eigene Spanne führen wir für diese Rasse noch nicht. Lies einen Preis deshalb nie für sich allein, sondern im Gesamtbild: Gesundheitsnachweise der Elterntiere, Aufzucht mitten im Haus, ein Zuchtverein mit Regeln und ein Züchter, der dir selbst Fragen stellt.
Deutlich billiger
Das ist ein Warnsignal. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Wurfabnahme, Impfungen und acht Wochen Aufzucht kosten Geld, und darunter geht es nicht. Wo es trotzdem billig ist, stehen fast immer Vermehrer dahinter.
Deutlich teurer
Das braucht eine nachvollziehbare Begründung. Eine seltene Farbe oder das Wort Rarität ist keine. Nachweise, ein Zuchtverein mit Regeln und eine Aufzucht, die du dir ansehen darfst, sind eine.
Im Tierheim gibt es keinen Kaufpreis, sondern eine Schutzgebühr. Sie deckt einen Teil dessen, was Kastration, Impfungen, Chip und Versorgung schon gekostet haben.
Mehr im Lele-Buch: Was kostet ein Hund wirklich?Mehr im Lele-Buch: Woran du seriöse Zucht erkennst
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